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Von KLAUS-MATTHIAS SCHMIDT
Also, gut: Sie rappelt und klappert, sie kann hin- ünd herfahren, sie bietet mit: ,vielen Details - von der Antenne bis zürn Regenschirm, vom Propeller bis zum den aufgesetzten Fahrradfelgen - auch etwas fürs Auge, und sie wirft auch tatsächlich Lollis in allen Größen und Regenbogenfarben aus. Und dennoch ist sie nicht der Star des neuen Kindermusicals des Musiktheaters der Musikschule, "Die Lolli-Maschine", auch wenn sie der Produktion den Titel gibt. Der Star dieser 70minütigen Kurzweil, die 1989 ihre Uraufführung erlebte, ist eindeutig das Ensemble. Die 49 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren ernteten nach der Premiere zusammen mit ihrem Komponisten, Regisseur und musikalischen Leiter Phan Trat Quan zu Recht viel Applaus in der kleinen Studiobühne von Haus Sollbrüggen.
Gestohlene Wolke
Text und Geschichte (Wendelin Rader) sind einfach und witzig, nur bei den vielen Erzähleinschüben gerät. die Dramaturgie etwas ins Stocken. Karl, Max und Reni erfinden die Lolli-Maschine, doch die Diebe Lukas und Fritz klauen sie. Der Fabrikdirektor, dem sie sie verkaufen wollen, zerstört das
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Wünderding, weil die Gauner es ihm nicht richtig vorführen, und der Polizist, der aüch noch den Diebstahl einer Wolke aufklären muß, bekommt nichts von alledem geregelt. Die Wolke findet sich dann von allein wieder, und die Kinder wandeln ihren Frust in neue Energie um: Sie machen sich an die Erfindung einer Ferienverlängerungsmaschine. Wenn das gelingen könnte... Die Erwachsenen sind hier die Dummen, ist ja klar. Die Diebe sind gemein; Oberwachtmeister Tüpfli ist dämlicher, als die Polizei erlaubt, und daß der Direktor schlecht hören kann, sagt schon genug über ihn aus.
Natürliche Darstellung
Insgesamt wirkt diese Musikschulproduktion lockerer als Vorausgegangene, was vor allem an den kleineren Akteuren liegt, die durch Natürlichkeit überzeugen. Die Älteren neigen ein wenig zum Überagieren, aber das hält sich in Grenzen, und der Darsteller des Polizisten trifft in der Überzeichnung seiner Figur sogar den genau richtigen Ton.
Die Musik Phan Trat Quans reicht von Pop bis Rap, Songs für Solisten und für Chor wechseln einander ab. Tanzeinlagen tun ein übriges, daß keine Langeweile aufkommt. (Nächste Aufführungen am 7. und' 14. März, 16 Uhr, Informationen unter 59 00 11).
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