PETIT DIABLE

© 1995
Musical nach Comtesse de Ségurs Kinderbuch "Un bon petit diable"
Bearbeitung, Übersetzung Buch & Musik: Phan Trat Quan
Gesangstexte: Tom Heilandt

Aufführungsdauer: 120 Minuten
Altersgruppe: Kinder ab 7 Jahren und Erwachsene
Anzahl der Musiknummer: 28 ( 1- bis 3-stimmig)
Ouverture, 3 Akte, Epilog
16 Szenen
8 Bühnenbilder
12 Hauptrollen
Gruppen: Straßenkinder, Schüler, Straßenleute

Orchesterbesetzung:
Flöte, Oboe, Bb Klarinette, Fagott, Alt-Saxophon, 2 F Hörner, 2 Bb Trompeten, Klavier, 2 Keyboards,
Akkordeon, Konzert-Gitarre, E-Gitarre, Drumset, 2 Percussion, Violinen 1 & 2, Violoncello, Kontrabass, E-Bass

Uraufgeführt am 9. Dezember 1995

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SPIELPRAXIS

Die starken Charaktere der Personen der Geschichte ermöglichen die Darstellung einer intensiven und dramatischen Konfrontation auf der Bühne. Momente himmelschreiende Ungerechtigkeit und rührende Situationen voller Glück und Hoffnung folgen dicht aufeinander, komische Momente runden das Stück ab. Das Musical hat verschiedene Höhepunkte: Da sind zum einen die dramatischen Auseinandersetzungen der Hauptpersonen, da sind zum anderen zahlreiche Ensemble-Szenen, die im Internat spielen. Die Musik entwickelt sich parallel zur dramatischen Entwicklung der Handlung - das geht vom eingängigen Gassenhauer bis zum kunstvollen mehrstimmigen Gesang.

Comtesse de Ségur

Sophie Rostopchine, Comtesse de Ségur, wurde 1799 in St. Petersburg, Russland, geboren. Sie ist die Tochter Des Grafen Fedor Vassilievitch Rostopchine, der zu der Zeit General und Gouverneur in Moskau war, als Napoléon in Russland einmarschierte. Er war es, (obwohl er es stets leugnete), der Moskau beim Einmarsch der Franzosen derart in Schutt und Asche legen ließ, dass Napoleons Truppen zum Rückzug gezwungen waren. Im Jahre 1817, siedelte die Familie um nach Paris, Sophie heiratete der Grafen Eugène de Ségur zwei Jahre später. Sie beginnt zu schreiben und schafft all jene Kinderbücher, die sie in Frankreich so berühmt gemacht haben. Jedes Kind kennt dort "Un bon petit diable" - ähnlichen Ruhm genießen in Deutschland nur "Der Struwelpeter" und die Geschichten der Gebrüder Grimm.
Die Comtesse de Ségur hat ihre Bücher jeweils einem ihrer später immerhin 17 Enkelkinder gewidmet. "Un bon petit diable" widmete sie ihrer Enkelin Madeleine:
An meine Enkeltochter Madeleine,
meine liebe, kleine Madeleine, du willst eine Widmung, hier ist sie. Juliette, von der Du in dieser Geschichte lesen wirst, hat nicht so schöne und gute Augen wie Du, denn sie ist blind. Was aber Sanftmut, Güte und Vernunft angeht, da ist sie wie du. Also schenke ich Dir den "guten, kleinen Teufel", der von seiner Juliette begleitet wird. Sie hat es geschafft, mit ihrer rührenden Sanftmut und Güte aus einem richtigen Teufel einen guten Jungen zu machen. Greife Du zu den gleichen Mitteln, wenn Du den ersten guten Teufel deines Lebens triffst.

Deine Großmutter
Comtesse de Ségur.