PETER PAN

© 1993
Musical von Phan Trat Quan nach James Matthew Barrie
Musik, Übersetzung & Bearbeitung für die Bühne: Phan Trat Quan
Liedtexte: Tom Heilandt, Wendelin Rader, Phan Trat Quan & Karlheinz Wagner

Aufführungsdauer: 110 Minuten
Altersgruppe: 7 bis 14 Jahren
Anzahl der Musiknummern: 23 (1- bis 2-stimmig)
Ouverture, 5 Akte, Epilog
16 Szenen
5 Bühnenbilder
20 Hauptrollen
Gruppen: Indianer, Piraten, Nixen, Hundechor

Orchesterbesetzung:
Flöte, Oboe/English Horn, Bb Klarinette, Fagott, 2 F Hörner, 4 Bb Trompeten, 2 Posaunen,
Mundharmonika, 3 Keyboards, Harfe, Konzert-Gitarre, Mandoline,
Percussion 1 + 2, Drumset, Violinen 1 & 2, 2 Violoncelli, Kontrabass

Uraufgeführt am 4. Juni 1994 in Krefeld

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ZUM STÜCK

J.M. Barrie geboren 1860 in Schottland als Kind eines Webers, war nach seinem Studium in Edinburgh als Journalist tätig. Mit 25 Jahren ging er nach London und begann, sich einen Namen als Autor zu machen. Die Theaterstücke "Quality Street" und "The Admirable Crichton" werden heute noch gespielt. Er war bereits reich und berühmt, als er Anfang des 20. Jahrhunderts seinem Manager zum ersten Mal ein Theaterstück für Kinder präsentierte: "Peter Pan". Es wurde am 27. Dezember 1904 im London uraufgeführt und wird in England noch jedes Jahr um die Weihnachtszeit gespielt. Die komplette "Roman" Version, wie alle Kinder sie kennen, wurde erst 1911 veröffentlicht.
Als Vorlage zu dem Musical diente das Theaterstück, das in einigen Passagen vom Roman abweicht.

Peter Pan sagt: "Als das erste Baby zum erstenmal lachte, zerbrach das Lachen in tausend Stücke, und sie sprangen alle herum: Das war der Anfang der Feen."
Wer Babys und Kinder lachen gehört hat, weiß, wie wahr es ist. Peter Pan sagt aber auch: "Jedes Mal, wenn ein Kind sagt: "Ich glaube nicht an Feen", fällt irgendwo eine Fee tot um."
Auch das ist leider wahr. Aber folgendes stimmt mit Sicherheit:


Kinder träumen und Kinder lachen.
Kinder glauben an Feen bei Nacht.
Kinder schaffen eine Märchenwelt
und träumen davon, ein Held zu sein.

(Aus dem Lied: "Ein Kind, das träumt")


Ein twistender Hund als Kindermädchen, Indianerkrieger, die lieber vom Strand von Rio de Janeiro träumen als vom Kriegspfad, Nixen singen und tanzen für den Mond, ein böser Käpt'n Hook, der beim Mondschein beichtet, wie sehr er darunter leidet, nicht geliebt zu werden, Humor und Menschliches vermischen sich überall in "Peter Pan".
Der Traum vom Fliegen, der Traum vom eigenen Haus, die Liebe der Mutter stimmen das Musical zärtlich und poetisch, und wenn Tinker Bell sich aus Liebe zur Peter Pan aufopfert, zeigt sich die Tragik des Lebens und des Sterbens.
Unbekümmertheit und Freude am Leben haben alle Geschöpfe vom Niemalsland: Die verlorenen Jungs, die sich so darüber freuen, dass keiner ihnen vorschreibt, was sie tun oder lassen sollen, die Piraten mit der "Totenkopf-Fahne im Wind und der Buddel voll Rum", die außer ihrem Käpt'n Hook keinen fürchten. Im ganzen Stück herrscht eine blühende Phantasie, die ein ticktackendes Krokodil, aus dem Kinderwagen gefallene Kinder, eine eifersüchtige Kesselflicker-Fee und noch viele Personen mehr erschaffen hat.

Die Musik und die Lieder dieser neuen Musical-Adaption von "Peter Pan" unterstreichen den Humor, die Poesie, die Tragik, das Unbeschwerte und die kraftvolle Phantasie eines Theaterstückes, das es verdient hat, immer und immer wieder gespielt und geliebt zu werden.