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Teacue Music, Phan Trat Quan, Musicals

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Titelbild Musical

TOSCA ’68

© 1995
Musical von Phan Trat Quan
frei nach Victorien Sardou (1831-1908) Theaterstück "LA TOSCA"
Buch und Musik: Phan Trat Quan
Liedtexte: Phan Trat Quan und Tom Heilandt
nach französischen Originaltexten von Phan Trat Quan

Aufführungsdauer: 110 Minuten
Altersgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Anzahl der Musiknummern: 22 (1- bis 4-stimmig)
Prolog, 5 Akte, Epilog
18 Rollen
Gruppen: Polizisten, Arbeiter, Studenten, Künstler u.a.

Uraufgeführt am 28. September 1996 in Krefeld

ZUM STÜCK

Das anspruchsvolle Musical „Tosca ’68“ für Jugendliche und Erwachsene versetzt das romantische Drama von Victorien Sardou „La Tosca“ (Vorlage für Puccinis berühmte Oper) in das Paris der Studentenunruhen im Mai 1968.

Vietnamkrieg, Minirock, sexuelle Revolution und Rock’n’Roll: Die dramatische Lovestory um eine junge Frau zwischen zwei Männern wird mit der eskalierenden politischen Situation zwischen dem starren „Establishment“ Frankreichs in den späten 60ern und den revoltierenden Studenten verknüpft. Während der Tod von Student Benno Ohnesorg, das Attentat auf Rudi Dutschke und später die RAF ganz Deutschland den Atem anhalten ließ, schrammte Frankreich 1968 nur haarscharf an einem Bürgerkrieg vorbei, als sich die Regierung unter General de Gaulle dazu entschloss, aufkeimende Studentenunruhen – an denen auch intellektuelle Größen wie Jean Paul Sartre oder Jean-Luc Godard teilnahmen – an der renommierten Pariser Sorbonne mit Militär-Einheiten niederzuschlagen. Die Auseinandersetzungen zwischen den Studenten und der Sicherheitspolizei waren brutal und arteten zu regelrechten Straßenschlachten aus.
Die Studentenrevolte führte zu einem wochenlangen Generalstreik, der ganz Frankreich lahm legte, die politische Macht erschütterte und langfristig politische und kulturelle Reformen nach sich zog.

Heftige Action-Szenen und dramatische Liebes-Begegnungen voller Leidenschaft und Eifersucht wechseln einander ab. Aber nicht alles ist Drama: Auch die relaxte Hippie-Kultur und die poetische Kunst der 68er kommen zu Wort.

INHALT

Paris im Herbst 1968

PROLOG
Einige Monate nach dem Mai ’68 eskalieren die Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und Revolutionären. Madeleine, militantes Mitglied einer maoistischen Organisation (la Gauche Prolétarienne), hat bei einem Straßenkampf einen C.R.S. (Polizist der Sicherheitspolizei) erschlagen, um einem Reporter zu helfen.

1. AKT
Auf der Flucht vor den C.R.S. suchen sie und ihre Kameraden Unterschlupf in einer Kirche.
Dort arbeitet Mario – ein junger Photograph – der gerade Aufnahmen der Demonstration gemacht hat. Zusammen mit dem Priester verstecken sie die Flüchtlinge und retten sie so vor den C.R.S., die ebenfalls in die Kirche eingedrungen sind. Mario ist fasziniert von Madeleine und auch Madeleine fühlt sich von Mario angezogen. Er will den Maos helfen und organisiert mit dem Priester ein Versteck für sie.
Die Sängerin Floria, Marios Freundin, erscheint. Sie ist eifersüchtig und macht ihm eine Szene als sie ein Photo von Madeleine sieht. Mario kann sie aber beruhigen und sie verlassen die Kirche. Unter dem Vorwand, etwas erledigen zu müssen, geht Mario zu dem Versteck.
Die Polizei kommt in die Kirche zurück, angeführt von dem gerissenen Inspektor Picard. Er verhört Michi, einen Freund von Mario und Floria, auf brutale Art und Weise. So erfährt Picard, dass Floria einen Auftritt in der Ecole normale superieure hat.

2. AKT
In der Ecole normale superieure feiern Künstler, Philosophen, Artisten, Freaks, Studenten u. a. den Zeitgeist. Bei einer symbolischen Bücherverbrennung gegen die Vereinnahmung der Kultur durch die herrschende politische Macht, findet Picard Floria. Picard weiß Florias Eifersucht geschickt zu nutzen. Er verunsichert sie so sehr, dass sie unbedingt zu Mario will. Picard verfolgt sie.

3. AKT
 In ihrem provisorischen Versteck planen die Maoisten eine Vergeltungsaktion gegen Vorarbeiter der Renault-Fabrik in Billancourt. Mario gerät immer mehr in den Bann von Madeleine, und als sie ihm vorschlägt, bei der Aktion dabei zu sein, um sie zu dokumentieren, willigt er ein. Im selben Moment erscheint Floria. Sie hat alles gehört. Nachdem Madeleine gegangen ist, explodiert ihre Eifersucht und ihre Wut gegen Mario. Er begreift allmählich, dass er zu weit gegangen ist, und bittet sie um Verzeihung. Als aber die Polizei das Haus umstellt, erkennen beide, dass Picard Floria eine Falle gestellt hat, um auf Marios Spur zu kommen.
Picard und seine Männer stürzen ins Haus. Sie sind grob und frech zu den beiden jungen Leuten. Picard verfolgt unerbittlich sein Ziel: Er muss die Maoisten finden , die den C.R.S. erschlagen haben.
Er lässt Mario in einem anderen Zimmer von seinem Folterknecht Charron verhören. Erst als Floria die Schreie des gefolterten Mario hört, begreift sie die Absicht von Picard. Aus Liebe zu Mario "singt" sie und verrät Ort und Uhrzeit der von den Maos geplanten Aktion. Mario begreift nicht warum Floria "gesungen" hat – er dreht durch und sagt ihr, wie sehr er sie dafür hasst.

4. AKT
Schichtwechsel bei Renault. Vor den Toren der Fabrik verteilen die Maoisten Flugblätter, in Wirklichkeit wollen sie mit einigen Vorarbeitern abrechnen. Die Vorarbeiter sind aber von der Polizei gewarnt worden. Ein Polizist hat sich als Vorarbeiter eingeschlichen. Als Madeleine gerade diesen Vorarbeiter provoziert, schießt er. Sie fällt sofort tot um.

5. AKT
Mario wird erneut festgenommen. Picard verfolgt noch ein weiteres Ziel. Er giert nach Floria, doch sein Versuch, Floria zu erpressen ("Entweder Du gibst Dich mir hin, oder Mario bleibt für einige Jahre im Gefängnis!") scheitert kläglich. Sie beleidigt ihn so sehr, dass er dieses Ziel aufgibt und sie scheinbar freilässt. Er schickt sie zu Mario und beauftragt gleichzeitig Charron damit, Mario zu "befreien". Auf dem Weg zur Zelle trifft Charron Floria und fängt vor den Augen von Mario an, sich an ihr zu vergreifen. Mario, machtlos hinter dem Gitter, tobt bis Charron von Floria ablässt. Doch Charron ist inzwischen rasend vor Wut. Er stürzt in die Zelle und schlägt brutal auf Mario ein. Floria begreift, dass er Mario töten wird und ersticht Charron mit dem Brieföffner, den sie aus Picards Büro mitgenommen hat. Mario und Floria fliehen durch ein Fenster und springen in einen leeren offenen Polizeiwagen.

EPILOG
Als sie losfahren wollen, geschieht das Entsetzliche … Ein Racheakt der Maoisten an der Polizei … Doch kann das das Ende sein?

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PLAYLIST

  • Prolog
  • Église
  • In meinen Händen
  • Flüchtlinge
  • Ich konnte nicht anders
  • Liebe ist
  • Traum
  • Komm
  • Picard
  • Freaks
  • Castle
  • Mamba
  • Feuer
  • Mission
  • Eifersucht
  • Besuch
  • Folter
  • Fabrik
  • Lullaby
  • Gottes Wind
  • Triste
  • Final
  • Nachklang
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