Der beliebte Kinderbuch-Klassiker als Musical

Genau-So-Geschichten © 1992
Musical für Kinder nach Rudyard Kipling
Bühnenfassung und Musik: Phan Trat Quan
Liedtexte: Hingstmartin, Phan Trat Quan, Tom Heilandt

Aufführungsdauer: 120 mn
Ausführende: Kinder und Jugendliche von 7 bis 14 Jahren
Anzahl der Musiknummern: 24 (1- bis 2-stimmig)
6 Geschichten, 29 Szenen, 7 Bühnenbilder, 22 Hauptrollen
Gruppen: Steinzeit-Indianerstamm, Tiere, Katzenchor, beliebig viele Königinnen usw.

Orchesterbesetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 3 Klarinetten, 1 Fagott, 1 Horn , 3 Trompeten, 2 Posaunen,
2 Keyboards, Harfe, 1 Gitarre/Gitarrenbanjo, 5 Percussion, Violinen 1 und 2, Viola, Violoncelli 1 und 2, Kontrabass/E-Bass.

Uraufgeführt am 06. März 1993 in der Musikschule der Stadt Krefeld

ZUM STÜCK

Das Kindermusical „Genau-so-Geschichten“ ist ein abwechslungsreiches Theaterstück in sechs Episoden nach den „Just so Stories for little children“ von Rudyard Kipling („Das Dschungelbuch“).
Warum hat das Nashorn so runzelige Haut? Wann wurde der erste Brief geschrieben? Und wieso sind Katzen solchen Einzelgänger? Auf all diese Fragen (und noch viel mehr) gibt der Autor des Dschungelbuchs Antwort. Kiplings Geschichten sind wunderbare Wie-warum-woher-Geschichten, denen eine kindliche Naivität und eine unbefangene Neugier anhaftet, ohne niedlich oder kindisch zu sein.
Die musikalische Bühnenfassung der Geschichten von ``Genau-So-Geschichten`` unterstreicht deren Einzigartigkeit, betont deren Witz, akzentuiert die pittoresken Formulierungen und Wortspiele, verleiht der Weisheit, die aus den Geschichten hervorgeht, einen Hauch Zärtlichkeit und gibt ihnen den für die Bühne nötigen kraftvollen Ausdruck.
Die Aufteilung des Musicals in sechs einzelne Geschichten bietet nicht nur einem großen Ensemble viele Hauptrollen, sondern auch die Möglichkeit, nur einzelne Episoden aufzuführen.

MUSIK & LIEDTEXTE

Liedtexte, mp3-Player, mp3-Download, Video

1. Steinzeit

Instrumental

 Steinzeit
2. Taffyfroh

TAFFYFROH

Taffy
Ich bin taffyfroh.
Ich bin lichterloh,
suche meine Freud‘ in dieser Zeit.
Voller Tatendrang,
voll silbernem Klang,
ich lebe, wie ich will.

Pflücke Blumen gelb
im wiegenden Feld.
Habe niemals Leid nur Heiterkeit.
Springe freudentoll
zu dir liebevoll,
mein Papi, du bist süß.

Tegumai
Liebe Taffy, du mein Töchterlein,
so lebensfroh.
Voller Überschwang und niemals bang.
Bleib‘ ruhig auf der Lebensbahn.
Das Leben ist kein Spiel,
es fordert seinen Preis.
Geh aus, mein Herz, und du wirst
deine Kreise finden.
Du bist jeden Tag mein Sonnenschein.

Beide
Ja, der Tag ist schön!
Wir sind groß und klein,
komm, wir wollen froh und lustig sein.
Gehst du mit mir mit?
Wir geh’n in die Welt,
so wie es uns gefällt.

Die Natur ist nah,
wir sind stolz und frei,
aufgelegt für jede Narretei.
Wir sind für uns da,
wir sind nie allein,
und werden immer glücklich sein.

Tegumai
Ich bin Tegumai,
ich kann allerlei.
Meine Arbeit macht mir richtig Spaß.
Ist das Wetter schön,
steig ich von den Höh’n,
und Taffy ist dabei.
Gehen wir zum Fluss,
Taffy, Pfiffikus,
an dem Ufer ruhen wir uns aus.
Speere, Fische schnell
in dem Wasser hell,
oh, zerbreche den Speer!

Taffy
Lieber Papi darfst nicht traurig sein,
alles wird gut.
Du bist ja geschickt und hast auch Glück.
Sei unbesorgt, ich steh‘ zu dir.
Ich helfe dir gewiss;
mir fällt bestimmt was ein.
Du hast zu Hause noch so viele
schöne Speere, ich lauf hin
und hol‘ dir welche her.

Beide
Ja, der Tag ist schön!
Wir sind groß und klein,
komm, wir wollen froh und lustig sein.
Gehst du mit mir mit?
Wir geh’n in die Welt,
so wie es uns gefällt.

Die Natur ist nah,
wir sind stolz und frei,
aufgelegt für jede Narretei.
Wir sind für uns da,
wir sind nie allein
und werden immer glücklich sein.

 Taffyfroh
3. Oya Bungaloy

OYA BUNGALOY

Männer
Oy, oy, oy oy oy oy,
oy-yoy-yoy-yoy-yoy,
oy-yoy-yoy-yoy-yoy.

Frauen
Ay, ay, ay ay ay ay,
ay-yay-yay-yay-yay,
ay-yay-yay-yay-yay.

Männer
Oya Bungaloy,
oya Bungaloy.
Oya Kumpaloy-a-Kumpaloy-a-Bungaloy.
Oy oy oy. Oy oy oy.

Frauen
Uya Kumpaloy.
uya Kumpaloy.
Uya Bungaloy-a-Bungaloy-a-Kumpaloy.
Uy uy uy. Uy uy uy.

1. Steinzeitdame (spricht und zeigt auf die Männer):
Schaut mal, wie die tanzen. Hat eine von euch verstanden, was sie singen?

2. Steinzeitdame: Nee!?! Kein Wort!

3. Steinzeitdame: Ich verstehe auch nichts.

4. Steinzeitdame: Schön bemalt haben sie sich ja, aber was das bedeuten soll, keine Ahnung.

(singen)
Frauen
Hallo, he ihr Mä-änner,
nun legt doch endlich los,
sonst kommen wi-ir heute
überhaupt nicht mehr zum Fluss.
Legt doch endlich los!
Legt doch endlich los!

Haupt-Häuptling (spricht zum Für-alle-Fälle-Berater, der eine dicke Für-alle-Fälle-Bedienungsanleitung mit sich trägt): Schau doch mal in der Bedienungsanleitung nach, was man machen muss, wenn ein Fremdling so was Schlimmes getan hat!

Für-alle-Fälle-Berater: Hmm, ah … hier … nein hier, ja hier, Fremdling – hier steht was: hier steht irgendwas mit schmieren – man schmiere …

Alle
Feingebäck steht hier:
Man schlage jetzt
den Löffel mit dem Ei …

Haupt-Häuptling (Spricht und unterbricht den Berater mit einem Schlag auf den Rücken): Du hast die falsche Stelle erwischt!

Für-alle-Fälle-Berater: Ja …, ach hier, also – Fremdling: Erstens, schlimmer Fremdling: Man nehme Schlamm aus alter Erde und schmiere ihn dick in seine Haare. Zweitens: Schöner Fremdling …

Haupt-Häuptling (unterbricht wieder den Berater): Das reicht!

(singt)
Lasst uns nicht hier steh’n,
sondern die andern retten geh’n.

 Oya Bungaloy
4. Wir haben Mut (Neuer Mix 2016)

WIR HABEN MUT

Alle
Wir haben Mut,
ja, wir sind immer gut,
stehen hier, stehen da,
wollen leben wunderbar.
Lasst uns jetzt geh’n,
wir woll’n zusammen steh’n,
lassen keinen im Stich,
retten alle brüderlich.

Kommt ein Fremdling her,
dann holen wir den Speer.
Ist es dann ein Mann,
wir stoßen ihn an.
Schmeißen ihn dann um,
hat Schlimmes er getan.
Vielleicht, oh, ist er ein Grobian.

Wir haben Mut,
ja, wir sind immer gut,
stehen hier, stehen da,
wollen leben wunderbar.
Lasst uns jetzt geh’n,
wir woll’n zusammen steh’n,
lassen keinen im Stich,
retten alle brüderlich.

Ja, wir tanzen rund
und malen uns ganz bunt.
Wir stampfen ganz wild
und schlagen auf’s Schild.
Sitzen auf ihm drauf,
ist er ein schlimmer Mann,
dann schreien wir ihn
ganz furchtbar an: Huhh!

Wir haben Mut,
ja, wir sind immer gut,
stehen hier, stehen da,
wollen leben wunderbar.
Lasst uns jetzt geh’n,
wir woll’n zusammen steh’n,
lassen keinen im Stich,
retten alle brüderlich.

Rollt ihn auf den Damm
und schmiert ihn ein mit Schlamm,
Setzt ihn aufs Podest,
und bindet ihn fest.
Jetzt ziehen wir los,
geh’n wir in schnellem Schritt.
Den Fremdling, den nehmen wir jetzt mit.

Wir haben Mut,
ja, wir sind immer gut,
stehen hier, stehen da,
wollen leben wunderbar.
Lasst uns jetzt geh’n,
wir woll’n zusammen steh’n,
lassen keinen im Stich,
retten alle brüderlich.

Lasst uns jetzt geh’n,
wir woll’n zusammen steh’n,
lassen keinen im Stich,
retten alle brüderlich.

 Wir haben Mut
5. Das Schreiben ist erfunden

DAS SCHREIBEN IST ERFUNDEN

Haupt-Häuptling
Ich bin hier der Häuptling,
hüpfe auf dem Fuße.
Taffylein’s Erfindung,
eine große Tat!

Taffy
Ach, ich konnte nichts dafür.
Wollte nur die Zeichnung malen.
Ja, der arme nette Mann
hat sie dann zu euch gebracht.

Haupt-Häuptling
Ach, das macht doch
gar nichts aus,
ist eine gute Sache.
Ja, das wird dann eines Tages
richtig Schreiben sein.
Noch ist es nur ein Bild.
Die Zeit wird aber kommen,

(spricht) da werden in der ganzen Welt alle Buchstaben bekannt sein und zwar alle sechsundzwanzig Stück!

(singt)
Dann werden alle Menschen lesen
und sich gut versteh’n.

 Das Schreiben ist erfunden
6. Tom Tugodom

TOM TUGODOM

Haupt-Häuptling: Alle, lustig, fröhlich, listig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Alle witzig, hastig, hitzig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Und wir schreien, lachen, singen,
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: und wir tanzen, drehen, springen.
Alle: Oh ya-oh.

Frauen: Tom tugodom tu Bopsulai
Männer: Tom tugodom tu Bambulai
Frauen: Tom tugodom tu Bambulai
Männer: Tom tugodom tu Bopsulai
Frauen: Tom tugodom dom Tom tugodom dom
Männer: Bopsulai
Frauen: Tom tugodom dom Tom tugodom dom
Männer: Bambulai

Haupt-Häuptling: Alle, lustig, fröhlich, listig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Alle witzig, hastig, hitzig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Und wir schreien, lachen, singen,
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: und wir tanzen, drehen, springen.
Alle: Oh ya-oh.

Frauen: Tum tugudum tum, piyudu, tum tugudum tum
Männer: Tam tagadam tam, piyada tam tagadam tam
Frauen: Tim tigidim ta!
Männer: Tom tom tom
Frauen: Tim tigidim ta!
Männer: Tom tom tom
Frauen: Tim tigidim ta!
Männer: Tom tom tom
Frauen: Tim tigidim ta!
Männer: Tom tom tom

Haupt-Häuptling: Alle, lustig, fröhlich, listig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Alle witzig, hastig, hitzig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Und wir schreien, lachen, singen,
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: und wir tanzen, drehen, springen.
Alle: Oh ya-oh.

Frauen: Tegu, Tegumai
Männer: Tegu, Tegumai
Frauen: Teshu, Teshumai
Männer: Teshu, Teshumai
Frauen: Tegumai
Männer: Tegumai
Frauen: Bopsulai
Männer: Bopsulai
Alle: Tegu, Tegu, Tegu, Tegumai Metalumai.

Haupt-Häuptling: Alle, lustig, fröhlich, listig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Alle witzig, hastig, hitzig.
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: Und wir schreien, lachen, singen,
Alle: Oh ya-oh.
Haupt-Häuptling: und wir tanzen, drehen, springen.
Alle: Oh ya-oh.

Alle:
Tom togodom togodom dom
Tam tagadam tagadam dam
Tim tigidim tigidim dim
Tum tugudum tugudum dum.
Ja!

 Tom Tugodom
7. Tabu

TABU

Haupt-Häuptling (spricht)
O Stamm der Tegumai!
Im Wagai-Fluß ist zuviel gefischt worden,
und die Karpfen kriegen Angst.
Sechs Monate lang darf keiner mehr im Wagai-Fluss fischen.

(singt)
Freue mich so auf den Mondenschein,
Zauberstab mein ist aus Elfenbein.
Schwöre den Eid mit Besonnenheit,
Zauberkraft mein schafft Überlegenheit.

Alle
Hu hu hu.
Hu hu hu.

Haupt-Häuptling (spricht)
Er ist tabu, er ist tabu,
auf beiden Seiten und in der Mitte;
Er ist tabu, er ist tabu,
auf allen Inseln und Schlammbänken.

(singt)
Leise der Wind durch die Wipfel weht,
weise ein Geist durch den Abend geht.
Großes Tabu schenkt mir meine Ruh‘,
schöne Gedanken schweben auf mich zu.

Alle
Hu hu hu.
Hu hu hu.

Haupt-Häuptling (spricht) Und jetzt, alle zusammen:

Alle
Tabu Tabu tubidu,
Tabu Tabu schabada.
Tabu Tabu tubidu,
Tabu Tabu schabada.
Hu hu hu.
Hu hu hu.

Haupt-Häuptling (spricht)
Es ist tabu, es ist tabu,
die Fisch-Speere bitte, vom Ufer zehn Schritte.
Es ist tabu, es ist tabu,
es ist ganz besonders tabu, O Stamm der Tegumai!

(singt)
Freue mich so auf den Mondenschein,
Zauberstab mein ist aus Elfenbein.
Schwöre den Eid mit Besonnenheit,
Zauberkraft mein schaft Überlegenheit.

Alle
Hu hu hu.
Hu hu hu.

Haupt-Häuptling (spricht)
Es ist tabu für … (zählt an seinen Fingern)
diesen Monat und
nächsten Monat und
nächsten Monat und … (er zählt an seinen Finger wieder nach)
nächsten Monat und
nächsten Monat und
nächsten Monat.

Alle
Tabu Tabu tubidu,
Tabu Tabu schabada.
Tabu Tabu tubidu,
Tabu Tabu schabada.
Tabu Tabu tubidu,
Tabu Tabu schabada.
Tabu Tabu tubidu,
Tabu Tabu schabada.
Yeah!

 Tabu
8. Mein Tabu

MEIN TABU

Taffy
Hurra, ich hab‘ ein Tabu.
Es ist für mich ganz allein.
Ich begreife noch nicht genau, was es ist,
und doch ich weiß,
dass dieser Tag ist wichtig,
wichtig für mich.

Mein größter Wunsch ist erfüllt.
Jetzt ist es wahr, ich bin groß.
Schwebe, fliege so hoch, so frei und so leicht,
so ein Gefühl, so wunderbar war mir nie.
Ein Freudentag.

Ich spüre klar, ich bin kein Kind mehr.
Jetzt bin ich richtig stolz auf mich.
Nun kann ich wirklich selbst bestimmen.
In meinem Herzen bin ich frei.

Mein größter Wunsch ist erfüllt.
Jetzt ist es wahr, ich bin groß.
Schwebe, fliege so hoch, so frei und so leicht,
so ein Gefühl, so wunderbar war mir nie.
Ein Freudentag.

Tabu ist nicht nur reine Freude,
es kann auch sehr traurig sein.
Ich habe plötzlich selber Macht in meiner Hand.
Ich muss bedenken, was ich tu.

Mein größter Wunsch ist erfüllt.
Jetzt ist es wahr, ich bin groß.
Schwebe, fliege so hoch, so frei und so leicht,
so ein Gefühl, so wunderbar war mir nie.
Ein Freudentag, ein großer Tag,
ein Freudentag, ein großer Tag.

 Mein Tabu
9. Alle Tabus

ALLE TABUS

Tegumai
Weißt du liebe Taffy,
was das bedeutet?
Ja, das ist ein Tabu
(spricht) gegen Rumzappeln beim Essen.
(singt)
Es ist sehr, sehr wichtig
und wenn du es brichst,
dann kriegst du ja Krämpfe
(spricht) oder ich muss dich überall tätowieren.

(singt)
Das, O liebe Taffy,
das ist das Stille-,
ja das Stille-Tabu
schau‘ wenn ich so mache,
ganz egal, was ist,
auf alle Fälle
steh‘ sofort und rede,
unbedingt kein Wort.

Und beim Nähen höre auf,
auch mit der Nadel halb im Fell.
Und beim Gehen bleibst du steh’n,
auch auf einem Fuß.
Kletterst du in einem Baum,
dann halte an auf einem Ast.
Und dich rühren darfst du nicht,
bis ich’s dir erlaub‘.

Taffy (spricht) Gibt es für das Tabu keine Halsketten?

Tegumai: Doch, natürlich, es gibt eine schwarzrote Kette, aber wie soll ich durchs Farn trampeln, um dir eine Stille-Tabu-Kette zu geben, jedesmal, wenn ich einen Hirsch oder ein Kaninchen sehe und möchte, dass du stillhältst. Vielleicht muss ich ja sofort, nachdem ich dir das Stille-Tabu auferlegt habe, einen Pfeil über deinen Kopf schießen.

Taffy: Aber wie kann ich wissen, worauf du schießt?

Tegumai: Achte auf meine Hand. Weißt du noch, wie ein Hirsch drei kleine Sprünge macht, bevor er richtig losrennt – so?
Er krümmt den Zeigefinger dreimal in der Luft, Taffy nickt.
Wenn du siehst, dass ich das mache, dann weißt du, wir haben einen Hirsch gefunden. Ein leichtes Wackeln mit dem Zeigefinger bedeutet ein Kaninchen.

Taffy: Ja. Kaninchen laufen so. Sie wackelt genauso mit dem Zeigefinger.

Tegumai (singt)
Eichhörnchen ist deutliches
mit Fingern flattern in der Luft.
Otter heißt, ich zeige dir
sanfte Welle hier.

Biber ist, als ob ich dich,
mit schneller flacher Hand verhau‘.
Tabus sind es aber nicht,
das sind Zeichen nur,

(spricht) um dir zu zeigen, was ich jage. Das Stille-Tabu ist das, was du beachten musst, es ist ein großes Tabu.

(singt)
Teshumai
Weißt du liebe Taffy,
ich, deine Mami,
kann das Stille-Tabu
(spricht) auch dir auferlegen,

(singt)
wenn du, liebes Kind,
zu laut herumschreist,
wenn du viel zu wild bist,
um ins Bett zu geh’n.

Taffy: (spricht) Was passiert, wenn ich es breche?

Teshumai: Du darfst ein Tabu nicht brechen – höchstens aus Versehen.

Taffy: Aber stell dir vor, wenn.

Teshumai: Du würdest deine eigene Tabu-Kette verlieren.

(singt)
Hast du ein Tabu verwirkt,
nimmt es der Häuptling dann zurück,
und du würdest wie früher,
heißen Taffylein.
Statt Tochter des Tegumai,
dann Tabumai Skellumzulai:
Schlimmes-Ding-das-die-Tabus-
nicht-beachten-kann.

 Alle Tabus
10. Tabutschikabum

TABUTSCHIKABUM

Alle
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha.
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha,
pumpaya.

Tanzen wir alle Nächte,
springen durchs grüne Gras.
Singen laut schöne Lieder,
glaube mir, das macht Spaß.

Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha.
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha,
pumpaya.

Alles dreht, alles bewegt sich.
Haben viel Temperament.
Wir sind froh, das ist verständlich,
alles nimmt ein gutes End.

Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha.
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha,
pumpaya.

Haupt-Häuptling (spricht)
Soll ich euch verraten, wie die Geschichte weiter geht?
Oh, Taffy lernte alle Tabus, genau wie ein paar andere Leute, die wir kennen. Sie lernte das Weiße-Haifisch-Tabu, das sie dazu brachte, ihr Abendessen zu essen, statt damit zu spielen; sie lernte das Erwachsenen-Tabu, was sie daran hinderte zu reden, wenn Steinzeitdamen zu Besuch kamen; sie lernte das Offene-Hand-Tabu, was sie daran hinderte zu maulen, wenn andere sich Sachen, die ihr gehörten, ausleihen wollten.
Aber das wichtigste Tabu, was sie lernte, und das einzige, was sie nie brach, nicht einmal aus Versehen, war das Stille-Tabu. Deshalb nahm ihr Papi sie überall mit.

Alle (singen)
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha.
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha,
pumpaya.

Tanzen wir alle Nächte,
springen durchs grüne Gras.
Singen laut schöne Lieder,
glaube mir, das macht Spaß.

Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha.
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha,
pumpaya.

Alles dreht, alles bewegt sich.
Haben viel Temperament.
Wir sind froh, das ist verständlich,
alles nimmt ein gutes End.

Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha.
Tabu, tschikabum batschika,
Tabu, tschikabum cha-cha,
pumpaya.
pumpaya,
pumpaya.

 Tabutschikabum
11. Prolog

PROLOG

Erzähler
Hört die Geschichte
über uralte Zeiten,
aus diesem übernassen
wilden Wald.
Wild war das Tier,
ganz furchtbar wild waren Menschen,
das ganze All, die ganze Welt
war wild.

Der Hund war wild,
das Pferd war wild,
die Kuh war wild,
so wild.
Das Schaf war wild,
das Schwein war wild,
so schrecklich
furchtbar wild.
Aber hier das Katzentier,
das überwilde Tier,
ging seine Wege selbst,
und alle Orte waren ihm ganz gleich.

 Prolog
12. Komm zu mir

KOMM ZU MIR

Frau
Das helle Feuer steigt,
der Tag hat sich geneigt.
Ich kämm‘ mein purpurrotes Haar,
sehe Schatten sonderbar.

Das helle Feuer steigt,
im Nebel alles schweigt.
Mein lieber Mann jetzt schlaf,
ich spiele auf der Harf‘.
Halte jetzt die Zaubermuster hoch.

Chor
Das Feuer, der Abend,
die Haare, die Schatten.
Ich schüre meinen Feuerschein
allein.

Die Liebe, die Harfe,
die Ruhe, das Muster.
Ich lege meine Zauberkraft
hinein.

Frau
Komm wildes Tier zu mir,
der Wald ist nass und kalt,
hier hast Du alle Zärtlichkeit.
Bleibe in der Höhle hier.

Komm wildes Tier zu mir,
sei liebend gern bei mir,
in meinem Herzen
kann ich deine Wünsche seh’n,
werde dich verwöhnen alle Zeit.

Chor
Das Feuer, der Abend,
die Haare, die Schatten.
Ich schüre meinen Feuerschein
allein.

Die Liebe, die Harfe,
die Ruhe, das Muster.
Ich lege meine Zauberkraft
hinein.

Das Feuer, der Abend,
die Haare, die Schatten.
Ich schüre meinen Feuerschein
allein, allein.

 Komm zu mir
13. Zaubersang

Instrumental

 Zaubersang
14. Die Wilde

DIE WILDE

Katze
Ich bin hier die Wilde.
Ich hab‘ keine Angst.
Ich geh‘ meine eig’nen Wege
immerdar.

Ich, die freche Katze,
mache was ich will.
Alle Orte sind mir gleich und
annehmbar.

Ich lieg‘ auf der Lauer,
habe sehr viel Zeit.
Und ich fürchte mich vor nichts und
niemandem.

Ich bin immer schlauer
als die schlaue Frau.
Und im rechten Augenblick hab‘
ich Geschick.

Schattenfahl der Tag geht,
himmelbleich der Mond steht.
Über allen Wegen streichen
Katzenleben hin.
Funkelgraues Licht kommt,
stimmenlos der Wald frommt.
In der dunk’len Nacht sind alle
Katzen grau.

Chor
Schattenfahl der Tag geht,
himmelbleich der Mond steht.
Über allen Wegen streichen
Katzenleben hin.

Funkelgraues Licht kommt,
stimmenlos der Wald frommt.
In der dunk’len Nacht sind alle
Katzen grau.

Katze
Und ich bin kein Diener,
mach‘ was mir gefällt.
Nein, ich mach niemals, was and’re
von mir woll’n.

Hab‘ den Überblick,
kenne manchen Trick –
ziehe durch die Welt, so wie es
mir gefällt.

Schattenfahl der Tag geht,
himmelbleich der Mond steht.
Über allen Wegen streichen
Katzenleben hin.

Funkelgraues Licht kommt,
stimmenlos der Wald frommt.
In der dunk’len Nacht sind alle
Katzen grau.

Chor
Schattenfahl der Tag geht,
himmelbleich der Mond steht.
Über allen Wegen streichen
Katzenleben hin.

Funkelgraues Licht kommt,
stimmenlos der Wald frommt.
In der dunk’len Nacht sind alle
Katzen grau.

La la la la la la.
La la la la la la.
La la la la la la la la la la la la la.

La la la la la la.
La la la la la.
In der dunk’len Nacht sind alle
Katzen grau.

 Die Wilde
15. Die Katz’

DIE KATZ’

Katze
Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

Chor
Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

Katze
Doch wirft der Mann
die beiden Stiefel und die Axt
der Katze an den Kopf:
Dann läuft die Katze fort,
der Hund, nicht faul, jagt hinterher
und treibt sie auf den Baum.

Chor + Katze
Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

Katze
Ich pfeif‘ auf Männer
schlagen, Hunde jagen
Katzen immerfort.

Chor
Ich pfeif‘ auf Männer
schlagen, Hunde jagen
Katzen immerfort.

Katze
Jedoch die Katze
hält an ihrem Handel fest,
wenn sie im Hause ist.
Sie fängt die Mäuse fein,
versucht zum Baby nett zu sein,
so lange wie es geht.

Chor + Katze
Ich pfeif‘ auf Männer
schlagen, Hunde jagen
Katzen immerfort.

Chor
Sie wird die eigenen Wege geh’n,
doch alle Orte für sie sind gleich.

Katze
Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

Chor
Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

Katze
Jedoch die Katzen bleiben,
wollen, wie sie sind und waren
immerschon.
Sie schnurren, schmusen fein,
versuchen dennoch frei zu sein,
so lange wie es geht.

Chor + Katze
Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

Ich bin die Katze,
kratze, schmuse, schmatze,
spiele lustig rund.

 Die Katz'
16. Schneckenmarmelad’ (Neuer Mix 2016)

SCHNECKENMARMELAD’

Stichelpieks
Ich heiße Stichelpieks,
das kann doch jeder seh’n.

Langsamhart
und ich heiß’ Langsamhart,
das kann man gut versteh’n.

Stichelpieks
Am Amazonas hier,
da macht das Spielen Spaß,

Langsamhart
doch kommt ein wildes Tier,
dann bleiben wir nicht wir.

Stichelpieks
Ich laufe stachligschnell
und habe kein‘ Respekt,

Langsamhart
ja, ich bin krötenschlau
und habe mich versteckt.

Stichelpieks
Wir reden Spöttelei,
wir tanzen auf der Nas‘,

Langsamhart
wir machen Zauberei,
denn so nur sind wir frei

Chor
Wir lieben Kopfsalat
und Schneckenmarmelad‘.
Wir träumen Honigkraut
und reden überlaut.
Wir laufen um die Wett‘
und springen über’s Bett.
Ja, wir sind wundervoll
und immer supertoll.

Beide
Zusammen sind wir groß.
Wir spielen kunterbunt,
und kommt ein Klitzeklein,
dann lachen wir uns rund.
Doch fällt uns nichts mehr ein,
dann tummeln wir im Gras.
Schildkröt‘ und Stachelschwein
woll’n unzertrennlich sein.

Wir treiben Schabernack
am hellen Sommertag.
Ein buntes Exemplar,
das ist der Jaguar.
Wir spielen Katz und Maus
und spenden laut Applaus.
Wir lachen immerdar
und singen trallala.

Chor
Wir lieben Kopfsalat
und Schneckenmarmelad‘.
Wir träumen Honigkraut
und reden überlaut.
Wir laufen um die Wett‘
und springen über’s Bett.
Ja, wir sind wundervoll
und immer supertoll.

 Schneckenmarmelad'
17. Fliegende Schüssel

FLIEGENDE SCHÜSSEL

Stichelpieks
Wenn große bunte Schalen fallen,
roll‘ die Pfote hin und her,
und schäle aus dem Wasserlöffel
einen Igel kreuz und quer.
Lass‘ Wasser in die Schale fallen,
streck‘ die Pfote ohne Sinn,
und halte Löffel niemals quer
zur Kröte hin.

Langsamhart (spricht) Bist Du sicher, dass deine Mami das gesagt hat? Bist du ganz sicher? Vielleicht hat sie gesagt:

Langsamhart(singt)
Wenn große Igel Wasser schlucken,
sollst du mit der Pfote zieh’n,
und lasse einen Krötenrücken
schälen, rollen, schütteln, flieh’n.
Greif‘ mit der Pfote in die Schüssel,
fang‘ den Igel mit dem Lurch,
doch schneide niemals Kröten
mit dem Igel durch.

Bunter Jaguar (spricht) Ich glaube nicht, dass es so ging! (Er wundert sich) Aber sagt das nochmal und nicht so schnell.

Stichelpieks (singt)
Wenn Igel große Pfoten haben,
halten keine Schalen mehr.

(spricht) Denk daran, das ist nämlich wichtig.

Langsamhart (spricht) Aber
(Singt)
Wenn Löffel mit der Schale werfen,
finden keine Pfoten mehr.
Die Stacheln, die die Pfoten biegen,
geben keine Kröten her;
dann fliegen große bunte Schalen
hin und her.

 Fliegende Schüssel
18. Du sagst

DU SAGST

Langsamhart (spricht) Naja, nimm mal an,

(singt)
Du sagst, du sagst, ich hätte gesagt,
sie hätte ganz was anderes
es anders gesagt;
das ist doch ganz egal,
das macht doch gar nichts aus.
Ich sage dir das gleiche,
was ich dir schon immer sagte, und

du sagst, du sagst, ich hätte gesagt,
sie hätte ganz was anderes
es anders gesagt;
das ist doch ganz egal,
das macht doch gar nichts aus.
Ich sage dir das gleiche,
was ich dir schon immer sag‘.

(spricht) Andererseits – wenn Du meinst,

(singt)
Ich sage immer, was ich will,
und was ich sagen wollte,
und ich hab‘ gesagt,
das ist doch ganz egal.

 Du sagst
19. Die Verwandlung

Instrumental

 Die Verwandlung
20. Gürtelzier

GÜRTELZIER

Bunter Jaguar
Aber das hier, aber das hier,
ist ein neues, neues Tier.

Chor
Weder Igel noch Kröte,
Was mag es nur sein?

Bunter Jaguar
Da, schaut hier, das neue Tier
mit der schönen Gürtelzier.

Chor
Weder Igel noch Kröte,
Was mag es nur sein?

Schuppen dort und Schuppen hier,
ist das nicht ein neues Tier?
Schuppen dort und Schuppen hier,
ja, das ist ein neues Tier!
Das ist ein Gürteltier.

Ja, igelschnell und superschuppich rauh.
Die Funkelflackeraugen hübsch und hellblau.
Mit lustig wunderschönem Körperbau.
In alten Zeiten überschlau.

Bunter Jaguar
Vorne Panzer, Panzer hinten,
in der Mitte Gürtelzier.

Chor
Ja, von Igel und Kröte,
von beiden das Tier.

Bunter Jaguar
Was sich einrollt und auch schwimmt,
ist ein neues Tier bestimmt.

Chor
Ja, von Igel und Kröte,
von beiden das Tier.

Schuppen dort und Schuppen hier,
ist das nicht ein neues Tier?
Schuppen dort und Schuppen hier,
ja, das ist ein neues Tier!
Das ist ein Gürteltier.

Ja, igelschnell und superschuppich rauh.
Die Funkelflackeraugen hübsch und hellblau.
Mit lustig wunderschönem Körperbau.
In alten Zeiten überschlau.
In alten Zeiten überschlau.
In alten Zeiten überschlau.

 Gürtelzier
21. Kuchen im Sand

Instrumental

 Kuchen im Sand
22. So heiß!

SO HEIß

Tiere
Heiß!
Es ist heiß!
So heiß!
Es ist heiß!

 So heiß!
23. Sandkuchen in der Haut

Instrumental

 Sandkuchen in der Haut
24. Wir zanken uns 1 (Neuer Mix 2016)

WIR ZANKEN UNS

Alle Königinnen
Und päng für dich und krach für dich
und ha ha ha.
Das magst du nicht, dann Pech für dich,
und ha ha ha.

Königin aus China
Du falsches, dummes Biest, du,
hau ab, lass dich nicht seh’n.
Ich bin die schönste hier im Saal,
der vielen Königsfeen.

Alle Königinnen
Und päng für dich und krach für dich
und ha ha ha.
Das magst du nicht, dann Pech für dich,
und ha ha ha.

Königin aus Persien
Du hässlich’ alte Kröte,
schau‘ dich doch selber an.
Du plapperst Lügenmärchen nur,
die keiner hören kann.

Alle Königinnen
Wir zanken uns, wir streiten uns,
Au, lass du meine Haare.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
du alte dumme Kuh, du.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
ich hasse dich, du Kröte.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
und das gefällt uns so.

(sprechen)
Königin aus Indien: Wir machen immer alles, und ihr seid furchtbar faul.

Königin aus China: Hört euch diesen Blödsinn an, es ist genau verdreht.

Königin aus Persien: Wir sind die Klügsten hier im Saal, und ihr seid dumm wie Stroh.

Königin aus Indien: Das lassen wir uns nicht gefallen, kommt, wir verprügeln sie.

Königin aus Ägypten: Ach, was interessiert mich das, mich liebt der König sowieso am meisten.

Königin aus China: Was! Habt ihr das gehört, das wollen wir mal seh’n!

(zum König)
König, wen von uns liebst Du mehr?

König (verlegen und zögernd) Ach … das wisst ihr doch … alle!

Alle Königinnen: Lügner!

Königin aus Ägypten: Elender Lügner, willst Du auch Prügel bekommen? Lass Dich bloß die nächsten drei Wochen hier nicht mehr sehen.

Alle Königinnen
Und päng für dich und krach für dich
und ha ha ha.
Das magst du nicht, dann Pech für dich,
und ha ha ha.

Königin aus Indien
Du schrille, krumme Scheuche,
geh‘ weg, du störst das Bild.
Von ihm mit meinem schönen Kleid
werd‘ ich nur ausgewählt.

Alle Königinnen
Und päng für dich und krach für dich
und ha ha ha.
Das magst du nicht, dann Pech für dich,
und ha ha ha.

Königin aus Ägypten
Du falsch‘ geschminkte Maske,
Du wandelndes Plakat.
Du hast nur bunte Fetzen an,
die keiner sehen mag‘.

Alle Königinnen
Wir zanken uns, wir streiten uns,
Au, lass du meine Haare.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
du alte dumme Kuh, du.

Wir zanken uns, wir streiten uns,
ich hasse dich du Kröte.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
und das gefällt uns so.

 Wir
25. Kleiner Mann, kleine Frau

KLEINER MANN, KLEINE FRAU

König
Kleiner Mann, gib nicht so an.
Du weißt doch, dass durch dein Stampfen
nicht einmal das Gras erzittert.
Und weißt du, ich wund’re mich,
daß du deine Frau belügen kannst,
Schmetterlingsmann.

Schmetterling
Lebe hoch, O König.
Meine Frau, Du weißt es ja,
redet viel, den ganzen Tag, sie zankt.
Wollte nur, dass sie aufhört, endlich mal.
Hab’s gesagt damit sie
ruhig ist. Ich dachte mir,
wenn ich dann den starken Mann markier‘,
imponiert das meiner Frau sehr.

König
Ja, ich weiß, du kleiner Mann.
flieg‘ zurück zu deiner Frau,
und vielleicht hast du Glück, ich warte.
Bin gespannt, was du ihr sagst.
Wissen wir doch, wie die Frauen sind.
Nun fliege los.

Balkis
Kleine Frau, hör‘ bitte zu,
möchte fragen, ob du mir was
anvertraust. Komm doch,
her zu mir.
Keine Angst, ganz unter uns,
glaubst du wirklich
die Geschichten, die
dein Mann erzählt?

Schmetterlings-Frau
Königin, Du Kluge,
aber nein, ich glaube nur,
was ich seh‘ und was ich auch versteh‘.
Du weißt doch, wie Männer sind.
Sie prahlen.
Wenn er meint durch Stampfen
könnte er den Palast wegzaubern,
mir macht’s nichts aus, ich weiß,
morgen ist alles vergessen.

Balkis
Du hast recht, du kleine Frau,
aber wenn er wieder einmal
prahlen wird, dann nimm
beim Wort ihn.
Aufzustampfen bitte ihn,
wissen wir doch,
wie die Männer sind,
dann schämt er sich.

 Kleiner Mann, kleine Frau
26. Weil ich dich liebe (Neuer Mix 2016)

WEIL ICH DICH LIEBE

Balkis
Du siehst die Welt und mehr
und was sie Dir verspricht,
doch was Du suchst so sehr,
sagt Dir nur mein Gesicht.
Denn wie die Zeit so lang
und wie der Raum so tief,
so sehr wie ich es kann,
so sehr hab ich Dich lieb.

Weil ich Dich liebe bin ich stark,
wenn alle streiten bin ich ruhig,
wenn keiner Dir vertraut,
dann vertrau’ ich Dir mehr.
Das kann ich nur weil ich Dich liebe.
Sieh mich an – was siehst Du jetzt?

Nur einen Mund, der lacht,
wenn Deiner ihn verführt?
Nur eine Fee der Nacht,
die zaubernd Dich berührt?
Doch soviel mehr in mir,
mehr als ich selbst versteh’,
lebt all sein Glück in Dir,
wann immer ich Dich seh’.

Die Augen voller Sternenlicht,
die Welt und ich ein Zauberklang,
der Mauern stürzen lässt,
ohne ein Wort gesagt,
ohne dass eine Hand sich rührt,
kein Flügelschlag.

Weil ich Dich liebe, bin ich stark.
Wenn alle streiten, bin ich ruhig.
Wenn keiner Dir vertraut,
dann vertrau’ ich Dir mehr.
Das kann ich nur, weil ich Dich liebe.
Sieh mich an – was siehst Du jetzt?

Nur einen Mund, der lacht,
wenn Deiner ihn verführt?
Nur eine Fee der Nacht,
die zaubernd Dich berührt?

Doch soviel mehr in mir,
mehr als ich selbst versteh’,
lebt all sein Glück in Dir,
wann immer ich Dich seh’.

 Weil ich dich liebe
27. Wir zanken uns 2

WIR ZANKEN UNS 2

Alle
Und päng für dich und krach für dich
und ha ha ha.
Das magst du nicht, dann Pech für dich,
und ha ha ha.

Du falsches dummes Biest, du,
hau ab, lass dich nicht seh’n.
Ich bin die schönste hier im Saal,
der vielen Königsfeen.

Und päng für dich und krach für dich
und ha ha ha.
Das magst du nicht, dann Pech für dich,
und ha ha ha.

Du hässlich‘ alte Kröte,
schau‘ dich doch selber an.
Du plapperst Lügenmärchen nur,
die keiner hören kann.

Wir zanken uns, wir streiten uns,
Au, lass du meine Haare.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
du alte dumme Kuh, du

Wir zanken uns, wir streiten uns,
ich hasse dich, du Kröte.
Wir zanken uns, wir streiten uns,
und das gefällt uns so.

 Wir zanken uns 2

INHALT

Kurzfassung der Geschichte

DER ERSTE BRIEF
Taffy, ein kleines Mädchen vom Tegumai-Stamm (es sind Steinzeit Indianer),
ist sehr besorgt als am Wagaifluss ihr Papi Tegumai seinen Speer beim Fischen zerbricht.
Eine wunderbare Idee bekommt sie, als ein zufällig vorbei kommender
Fremdling sich mit ihr zu verständigen versucht. Sie kritzelt auf ein
Holzrindenstück ein paar Bilder und schickt den Fremdling mit dem – einfach so – entstandenen
„Brief“ zu dem Dorf des Tegumai Stammes.
Auf diese Weise möchte sie ihre Mama bitten dem Fremdling einen anderen Speer zu geben,
damit er ihn ihr dann bringt. Im Dorf angekommen, versteht Teshumai (Taffys Mama) den „Brief“
völlig verkehrt und glaubt, dass ihr Mann und ihre Tochter von bösen Leuten überfallen wurden.
Nach einem Kriegstanz geht der ganze Stamm zum Fluss, um Tegumai und Taffy zu retten.
Erst als alle am Fluss angekommen sind, klärt sich das Missverständnis auf.
Alle lachen herzlich und der Häuptling beglückwünscht Taffy zu ihrer „Erfindung“.

DIE TABU-GESCHICHTE
Auf der Jagd im Wald ärgert sich Tegumai sehr über Taffy, weil sie nichts aber
auch gar nichts beachtet und sie die Tiere aus Versehen immer wieder erschreckt.
Als sie ins Dorf zurück kommen ist der ganze Stamm versammelt, um in einer Art Zaubertanz,
das große Stammes-Tabu auf den Wagaifluss zu legen, weil zu viele Fische gefischt worden sind.
Der Häuptling erklärt Taffy, die nicht recht weiß, was Tabu eigentlich bedeutet,
dass ein Tabu irgendetwas ist, was man beachten muss.
Er gibt ihr sogar eine Tabu-Kette. Auch Tegumai erklärt ihr was Tabu bedeutet.
Vor allem Zeichen-Tabus, wie das Stille-Tabu, bei dem man unbedingt still halten muss,
wenn ein Zeichen gegeben wird. Als sie dann mit ihrem Vater noch mal zur Jagd geht,
beachtet sie ganz genau das Stille-Tabu und so passiert es, dass beide eine richtig große Beute
fangen können und dass Taffy sogar von ihrem Vater gerettet wird, weil sie im richtigen Augenblick
das Stille-Tabu beachtet hat.
Später im Dorf wird Taffy noch mal gefeiert, weil sie ein großes Mädchen geworden ist
und weil sie Tabus sogar besser beachten kann als Erwachsene.

DIE KATZE DIE EIGENE WEGE GING
Kaum hat die Frau ihre Steinzeit-Höhle etwas gemütlich gemacht, schon werden der Hund,
das Pferd und die Kuh angelockt. Die schlaue Frau hat leichtes Spiel die Tiere zu zähmen.
Einzig die Katze ist nicht bereit ihre Freiheit zu verlieren, nur um jeden Tag Milch zu bekommen.
Trotzdem schließt die Katze einen Handel mit der Frau: „Sagst du jemals drei Lobende Worte über mich,
dann darf ich immer wenn ich will in die Höhle kommen, am Feuer sitzen und die warme Milch trinken“.
Tatsächlich bringt die Katze die Frau dazu drei lobende Worte über sie zu sagen.
Allerdings als der Mann mit dem Hund zurück kommt, zeigt sich die Katze weiterhin so stolz und
eigensinnig, dass der Mann und der Hund ihr drohen, sie für immer und ewig zu verjagen.
Und so kommt es, dass seit immer und ewig Männer ihre Schuhe nach Katzen werfen
und Hunde die Katzen auf Bäume jagen.

DER ANFANG DER GÜRTELTIERE
Der Igel Stichelpieks und die Schildkröte Langsamhart sind sehr gute Freunde
und würden fröhlich weiter am Ufer des Amazonas (ein riesengroßer Fluss in Süd Amerika) leben,
wäre da nicht „Bunter Jaguar“, ein etwas dummes Jaguarbaby das nichts anderes im Sinn hat
als dem Rat seiner Mutter zu folgen, nämlich den Igel ins Wasser zu werfen und die Schildkröte auszulöffeln!
Allerdings hat „Bunter Jaguar“ ein kleines Problem: er kann den Igel nicht von der Schildkröte unterscheiden.
So kommt es, dass die beiden den Jaguar völlig durcheinander bringen und auf diese Weise ihm
entkommen können. Weinend geht „Bunter Jaguar“ zu seiner Mutter zurück,
die ihm diesmal zum großen Leid der beiden Freunde genauestens erklärt,
wie er den Igel und die Schildkröte erkennen kann.
Daraufhin versucht Stichelpieks mit der Hilfe von Langsamhart schwimmen zu lernen und Langsamhart versucht mit Hilfe der ratschläge von Stichelpieks sich zusammen zu rollen.
Nach vielem Üben schaffen sie es, sich so zu verwandeln, dass beide nicht mehr
wie vorher aussehen, sondern wie eine Mischung aus Igel und Schildkröte, eben wie Gürteltiere.
Beim nächsten Treffen ist „Bunter Jaguar“ noch mehr verwirrt, und seine Mutter rät ihm,
diese neu entstandenen Tiere, die weder Igel noch Kröte sind, lieber in Ruhe zu lassen.

WIE DAS NASHORN SEINE HAUT KRIEGTE (Pantomime)
In der Wüste lebte ein friedlicher Parse, der gern Kuchen backte und ebenso gerne aß.
Als eines Tages das Nashorn ohne Manieren und damals mit einer ganz glatten Haut,
den Ofen und den Kuchen des Parsen umkippte, schwörte der Parse Rache.
Es wurde sehr heiß, so heiß, dass alle Tiere nur noch kriechen konnten und dass der Parse
vor lauter Durst den Schweiß von seiner Stirn trank.
Das Nashorn wollte im Meer baden. Es legte seine glatte Haut auf den Sand bevor es ins Wasser ging.
Der Parse, der zufällig vorbei kam, stolperte über die Haut und sah endlich die Chance für seine Rache.
Er holte seine Krümel- und Juckpulverkiste und füllte die Haut damit voll.
Er versteckte sich auf einer Palme und wartete, sich die Hände reibend.
Das ahnungslose Nashorn kam fröhlich zurück vom Baden und zog seine Haut wieder an.
Leider merkte es zu spät, dass ihn irgendwas juckte und kitzelte und er fing an sich fürchterlich
zu kratzen unter dem schadenfrohen Lachen aller Tiere.
Er musste sich so kratzen und kratzen, dass seine Haut runzelig und runzeliger wurde und kein Bügeleisen
konnte es wieder glatt bügeln.

DER SCHMETTERLING DER STAMPFTE
Der sehr mächtige König Suleiman Bin Daoud ist sehr bekümmert als wieder einmal
seine neunhundertneunundneunzig Frauen ihn durch ihre ewige Zankerei ärgern.
Als weiser König scheut er sich aber Macht auszuüben, bloß weil die Königinnen ihm Kummer bereiten.
Eines Tages ist Balkis, die allerliebste aller Königinnen und die einzige die nicht zankt,
Zeugin, wie der König einem Schmetterlingsmann helfen will.
Dieser hat Kummer mit seiner zankigen Frau und er droht ihr, durch Stampfen mit dem Fuß,
den Palast verschwinden zu lassen, wenn sie weiterhin so zankig bleibt.
Die kluge Balkis schafft es, dass der König – amüsiert über die Prahlerei des Schmetterlingsmanns
– seine Macht ausübt, um die Schmetterlingsfrau zu erschrecken.
Der König lässt mit der Hilfe mächtiger Dschinns für den Schmetterlingsmann den Palast verschwinden.
Die Lektion trägt ihre Früchte.
Die Schmetterlingsfrau bekommt Angst und verspricht wieder ganz lieb zu sein.
Aber – und genau das hatte Balkis beabsichtigt – bekamen zur selben Zeit,
auch alle Königinnen Angst. Als Balkis den Königinnen erklärt, dass der König
dies getan hat, weil eine Schmetterlingsfrau ihren Mann geärgert hat, bekommen
alle Königinnen noch mehr Angst bei der bloßen Vorstellung von dem, was er
dann wohl tun würde, wenn sie ihn weiterhin so ärgern. Allerdings wie lange
diese Lektion ihre Früchte trägt, das sagt die Geschichte nicht! Oder doch?

PRESSEBERICHTE

Aus den Krefelder Tageszeitungen

Plakate der Musicalproduktionen
der Musikschule der Stadt Krefeld

Westdeutsche Zeitung Krefeld, 14. September 1998

Runzelige Haut des Nashorns bügeln
Liebevoll gestaltete und kindgerechte Inszenierung

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Rheinische Post Krefeld, 15. September 1998

Musical mit Nashörnern
Lebendig und amüsante Darbietung

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Westdeutsche Zeitung Krefeld, 8. März 1993

Geschichten von den Gürteltieren

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Rheinische Post Krefeld, 9. März 1993

Gürteltiere und Ohrwürmer
Spannender und amüsanter Nachmittag

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Die Kosten für die Aufführungsrechte und für das Aufführungsmaterial erfahren Sie hier: AUFFÜHRUNGSRECHTE & AUFFÜHRUNGSMATERIAL

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