Ein außergewöhnliches Musical über Ökologie und Nachhaltigkeit

Die Wassertänzer © 2001
Fantasy-Musical für Kinder frei nach Motiven aus „La petite Fadette“ von Georges Sand
Buch & Musik: Phan Trat Quan
Liedtexte: Tom Heilandt & Phan Trat Quan

Aufführungsdauer: 120 Minuten
Ausführende: Kinder von 7 bis 14 Jahren
Anzahl der Musiknummer: 16 (1- bis 4-stimmig)
3 Akte, 17 Szenen, 7 Bühnenbilder, 9 Hauptrollen
Gruppen: Wassertänzer, Lehrlinge, Daancer, Erdenrechner

Orchesterbesetzung: Große Flöte, Oboe/English Horn, Bb Klarinette 1 und 2,
Fagott, F Horn 1 und 2, Bb Trompete, Keyboard 1 und 2, Harfe,
Konzert-Gitarre/Banjo 1 und 2 / Percussion 1, 2 und 3, Violinen 1 und 2,
Viola, Violoncello, Kontrabass 1 und 2, Geräusche-Playback

Uraufgeführt am 16. März 2002 in der Musikschule der Stadt Krefeld

ZUM STÜCK

Das Jugend- und Kindermusical „Die Wassertänzer“ ist ein fantasievolles und anspruchsvolles Stück für Kinder von 7 bis 14 Jahren über das hochaktuelle Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Das Fantasy-Musical bietet mit seinen zwei großen rivalisierenden Gruppen einem großem Ensemble viel Spielzeit auf der Bühne. Musikalisch anspruchsvoll mit viel mehrstimmigem Gesang und reichlich Platz für Choreographien, eignet sich „Die Wassertänzer“ besonders für Inszenierungen, die besonders viel Wert auf Gesang und Tanz legen.

MUSIK & LIEDTEXTE

Text, Player, Download, Video

1. Wassertanz

WASSERTANZ

Die Wassertänzer
Wasser regne tropfenviel,
erdenfalle ohne Ziel,
sonnenblitze tausendfach,
mach die Tänzer wach!

Wasser woge wellenschnell
hin und her dein Pflanzenfell,
trommelschlag aufs Blätterdach,
mach die Tänzer wach!

Fluss rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See zeig mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass, so nass, ganz nass.

Tanz das Wasser, plantsch das Wasser, Wassertänzer!
Sing das Wasser, schling das Wasser, Wassertänzer!
Pitsch patsch pitsch patsch platsch,
mehr Wasser in den Matsch rein,
dreimal drumherum, strudelschneller,
eins und zwei hinein, alles nass, so nass, ganz nass.

Grabsch das Wasser, platsch das Wasser, Wassertänzer!
Trink das Wasser, plink das Wasser, Wassertänzer!
Wasser ist so nass,
mehr Wasser in das Fass rein,
einmal in den Fluss, lass dich treiben,
zwei und drei vorbei, alles nass, so nass, ganz nass.

Tanz den Was, den Was, den Tanz,
den Tanz, den Was, den Was, den Tanz,
den Was, den Tanz, den Tanz, den Was,
den Tanz, den Wassertanz!

Tanz das Wasser, plantsch das Wasser, Wassertänzer!
Sing das Wasser, schling das Wasser, Wassertänzer!
Pitsch patsch pitsch patsch platsch,
mehr Wasser in den Matsch rein,
dreimal drumherum, strudelschneller,
eins und zwei hinein, alles nass, so nass, ganz nass.

Wasser lache plätscherlaut,
wenn der grüne Morgen graut,
klatsche, platsche mit viel Krach,
mach die Tänzer wach!

Wasser singe notenviel,
jeder Tropfen spielt sein Spiel,
werde Fluss aus einem Bach,
mach die Tänzer wach!

Fluss, rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See, zeig’ mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass, so nass, ganz nass.

Wasser regne tropfenviel,
erdenfalle ohne Ziel,
sonnenblitze tausendfach,
mach die Tänzer wach!

Wasser woge wellenschnell,
hin und her dein Pflanzenfell,
trommelschlag aufs Blätterdach,
mach die Tänzer wach!

Fluss, rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See, zeig mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass,
Hände klatschen nass,
Hände klatschen nass,
so nass, ganz nass.

 Wassertanz
2. Die Ballade der Zwillinge

DIE BALLADE DER ZWILLINGE

Marionetten
Dreh dich im Kreise, Augen verbunden,
all deine Sinne sind dir geschwunden.
Streck deine Hände, lauf gegen Wände.
Auf, kleiner Zwilling, suche!

Wirst keinen finden, alle verschwinden, muuh.
Wir sind versteckt, und du bleibst die blinde Kuh.
Jetzt läuft er hierhin, jetzt läuft er dahin,
läuft ohne Ziel und Richtung.

Rennt immer schneller, fällt in ein Kellerloch,
kommt wieder raus und hält sich den Kopf vor Schmerz,
und auf dem Fuße folgt ihm sein Bruderherz.

Da steh’n sie beide, lachend und leidend,
endlich mal unterscheidbar,
einer mit Beule,
einer mit blauem Fleck.

So geht das jetzt schon dreihundert Runden.
Zwilling hat immer Zwilling gefunden.
Keiner versteht es, doch allen geht es
fürchterlich auf die Nerven.

Näher als nah, alles versteh’n,
alles gesagt mit einem Blick,
mehr als Reden vermag.

Hand in der Hand, aus einer Form.
Stärker als stark, was sie verband,
mehr und mehr, Tag für Tag.

Lasst sie auch manchmal ihre Wege geh’n,
auch, wenn die beiden es nicht gerne seh’n.
Lasst sie entdecken, was es heißt, auch mal allein zu sein,
traurig sein, fröhlich sein, jeder für sich.

Steckt sie nur nicht in gleiche Kleider rein!
Lasst jeden Zwilling mal er selber sein,
denn ihrer großen Liebe tut das nichts und außerdem,
merkt ihr dann irgendwann, wer welcher ist.

Näher als nah, alles versteh’n,
alles gesagt mit einem Blick,
mehr als Reden vermag.

Hand in der Hand, aus einer Form.
Stärker als stark, was sie verband,
mehr und mehr, Tag für Tag.

Marionettenmeister
Lauf um dein Leben, Zwilling!
Ich werd’s dir geben, Zwilling!
Warum stiehlst du auch die Äpfel mir?
Schneller kannst du rennen,
leider bleibst du hängen
mit dem Hemd im Stacheldraht.

Glaubst wohl, du kannst dich schleichen
und meiner Hand entweichen?
Falsch gedacht, mein Freund, das sag ich dir.
Ich nehm’ mir den Fetzen Stoff.
Du hast ein großes Loch im Hemd von deiner Tat.

Jetzt könnt ihr nicht mehr erzählen,
dass ich nicht weiß, wer es war.
Muss mich nicht quälen,
keine Gefahr,
kann sicher wählen ein Exemplar.

Kommt mal zu mir, ihr beiden!
Einer, der muss jetzt leiden.
Lasst mich doch mal eure Hemden seh’n!
Hab’ hier einen Fetzen Stoff,
der passt nur in ein Loch in einem Hemd allein.
Wer von euch hat gestohlen?
Wen werde ich versohlen?
Gauner, bücke dich und zähl bis zehn,
soviel Schläge kriegst du,
auf dem Boden liegst du.
Endlich ist die Rache mein.

Nein, ich muss schon wieder leiden.
Sagt mir mal, wie oft denn noch?
Sitz’ in der Kreide, denn es hat doch
jeder von beiden im Hemd ein Loch.

Marionetten
Näher als nah, alles verstehn,
alles gesagt mit einem Blick,
mehr als Reden vermag.

Hand in der Hand, aus einer Form.
Stärker als stark, was sie verband,
mehr und mehr, Tag für Tag.

Zwilling, ist es wahr, dass ihr nie weint?
Zwilling, sag mir, ist es wirklich schön, Zwilling zu sein?
Wenn euch alle anstarr’n, so als wärt ihr im Zoo,
wünscht ihr euch nicht dann, ihr wärt Geschwister einfach nur so?

Zwilling ist es wahr, dass ihr nur lacht?
Seid ihr zwei zusammen, dann habt ihr magische Macht.
Einer ganz alleine schafft soviel aber nie.
Wer von euch ist echt, und wer ist nur die schlechte Kopie?

Näher als nah, alles versteh’n,
alles gesagt mit einem Blick,
zwei viel näher als nah.

Lieber als lieb hatten sie sich.
Stärker als stark, was sie verband,
so nah, so nah, zu nah.

 Ballade der Zwillinge
3. Abschied (Neuer Mix 2016)

ABSCHIED

Lan
Abschied wiegt schwerer als Blei,
etwas zuende, vorbei.
Du bist so wichtig für mich und doch will ich geh’n.

Gib mir die Hände und lach,
das nimmt dem Abschied die Macht.
Wenn eine Türe sich schließt, wird Neues entsteh’n.

Sil
Du verschenkst dein Leben und meins dazu.
Oh, ich hasse Veränderung.
Warum suchst du sie weit von hier
und nicht nah bei mir?

Lan
Du glaubst, ich hab dich nicht lieb,
siehst die Veränd’rung als Dieb.
Glaub mir, so weit ich auch geh, du bist meine Welt.

Ich brauch‘ dich, auch wenn ich geh.
Glaub mir, vertrau mir, versteh!
Hilf mir, sei bei mir im Traum, sei stark wie ein Held!

Sil
Was du sagst, klingt schöner als was du meinst.
Nichts wird sein, wie es vorher war.
Veränderung, Erneuerung,
warum muss das sein?

Lan
Ich weiß, was du denkst und versteh’.
Träum’ meine Träume und breche dir damit dein Herz.
Ich bin wie dein Spiegel im See,
lache dein Lachen und weine dein Weinen im Schmerz.

Ich brauche dich sehr, so sehr.
Alleine verloren in Raum und Zeit.

Mit dir hab’ ich Kraft, seh’ Licht
und fühl’ die Wärme
aus jedem Gedanken, den ich an dich denk’.

Glaub mir, niemals verschenk ich ein solches Geschenk.

Lan
Ich brauche dich sehr, so sehr.
Alleine verloren in Raum und Zeit.
Mit dir hab’ ich Kraft, seh’ Licht
und fühl’ die Wärme
aus jedem Gedanken,
den ich an dich denk’.
Glaub mir, niemals verschenk’ ich
ein solches Geschenk.
Denn

Sil
Du bist für mich da,
ganz egal,
wie weit du gehst.
Deine Tränen,
dein Lachen sind bei mir.
Meine Liebe zu dir
trägt dich sicher,
wohin dich die Winde
auch führ’n

Beide
Du bist das Licht, das die Nacht mir erhellt.
An deiner Seite gewinn’ ich die Welt,
mit dir.

 Abschied
4. Denkwerkstatt

DENKWERKSTATT

Der Denklenker (spricht)
Wir lernen zu produzieren.
Wir lernen zu zerschlagen,
damit wir mehr haben,
damit wir mehr kriegen,
damit wir höher bauen,
damit wir größer und reicher werden.

Wir teilen die Erde in kleine Stücke.
Wir beherschen den Raum,
die Zeit, die Gewässer,
die Luft, den Himmel!

Wir teilen die Erde in Rechtecke.
Wir messen das Land,
wir dividieren das Land,
wir kalkulieren den Boden.

Wir sind die Erdenrechner,
wir sind die Erdenrechner,
wir sind die Erdenrechner,
wir sind die Erdenrechner.

Lehrlinge (singen)
Motiviert lernen wir,
wie aus krumm gerade wird.
Erde, wir formen dich.
Wasser, wir zähmen dich.

Alles wird berechnet,
kein Fehler
von den Erdenrechnern
korrekt.
Nur die Erdenrechner
sind mächtig
nur die Erdenrechner
perfekt.

Lehrlinge 1
Komm zu uns, lern mit uns.
Lass dich auch programmier’n.
Komm zu uns, schlag mit uns.
Lass dich auch integrier’n.

Lehrlinge 2

Größer, wir wollen bau’n.
Weiter, wir brauchen Raum.

Lehrlinge
Alles wird berechnet,
kein Fehler
von den Erdenrechnern
korrekt.
Nur die Erdenrechner
sind mächtig
nur die Erdenrechner
perfekt.

Lan
Niemals sowas geseh’n
bei uns auf dem Land.
Wie soll ich das versteh’n,
so seltsam und neu,
und so hart, und so kalt,
voll Gewalt.

Schöne Welt, neue Welt,
du wartest auf mich?
Vieles, was mir gefällt
und tausendmal mehr.
Nimm mich auf,
schöne Welt, neue Welt.

Lehrlinge (skandieren)
Eins, zwei, drei!
Eins, zwei, drei!
(Elf Mal wiederholen)

 Denkwerkstatt
5. Wir lachen lang

WIR LACHEN LANG

Die Wassertänzer
Wir tanzen das Wasser,
wir singen die Steine.
Wir denken den Wind,
wir lachen den Baum.

Und wir freuen uns, und wir lachen uns,
und wir freuen, lachen, lachen,
lachen, lachen, lachen, lachen.

Und wir freuen uns, und wir lachen uns,
und wir freuen, lachen, lachen,
lachen, lachen, lachen, lachen.

Wir blumen den Sand,
wir schenken die Not.
Wir dieben die Nacht,
bis sie hell erwacht.

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

Wir freuen das Glück und riechen das Licht.
Ja, ja, ja.
Wir freuen das Glück und riechen das Licht.
Ja, ja, ja. Ja, ja, ja. Ja, ja, ja.

Wir freuen das Glück und riechen das Licht.
Wir freuen das Glück und riechen das Licht.
Ja, ja, ja. Ja, ja, ja.

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

Und die Menschen da, mit zwei Ohren, die nichts hören.
Und die Menschen da, mit viel Haaren, die nichts nützen.

Und sie hassen uns, sie hassen,
mögen uns nicht, mögen uns nicht.
Und sie haben Angst, sie haben Angst,
sie hassen uns, sie hassen.

Ihre Augen können gar nichts seh’n.
Ihre Ohren können gar nichts hör’n.
Und wenn sie suchen, wenn sie suchen,
fall’n sie um.
Sind sie so plum, plum,
plum, plum, plum?

Wir sind hässlich, sind so hässlich,
wir sind nicht wie die, sind wir nicht.
Wir sind dreckig, sind so dreckig,
wir sind nicht wie die, sind wir nicht.

Ihre Augen können gar nichts seh’n!
Ihre Ohren können gar nichts hör’n!
Und wenn sie fragen, wenn sie fragen,
fall’n sie um.
Sind sie so plum, plum,
plum, plum, plum?

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

Und wir lachen lang, und wir lachen lang,
und wir lachen lang, lang, lang, lang,
lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang, lang.

 Wir lachen lang
6. Aber nicht mit uns

ABER NICHT MIT UNS

Lan
Er und ich streiten uns.
Das ist neu, fällt mir schwer.
Hab ich etwas falsch gemacht?
Früher haben wir gelacht.
Alles anders, muss das sein?
Ist das das Erwachsensein?

Er und ich sind so nah,
da tut Streit doppelt weh.
Ist mein Weg denn wirklich schlecht?
Bin ich kalt und ungerecht?

Wassertänzer
Was machst du Erdenrechner
hier im Wald ganz allein?
Hast du denn keine Angst?
Hier könnten mal Geister sein.
Menschenkind, hochgetrimmt,
du glaubst, alles weißt du, Witzfigur.

Lan
Wer seid ihr Knubbelköpfe?
Was hab ich euch getan?
Alle schlau seid ihr wohl,
doch riecht ihr nach Lebertran.
Wenn ihr an Geister glaubt,
schert euch doch zum Teufel,
macht das nur.

Wassertänzer
Alles sagst du, weißt du und rechnest du.
Schlau und schlauer, doch du lernst nichts dazu.
Läufst im Kreise wie eine blinde Kuh.
Augen hast du, die nichts sehen,
Ohren hast du, die nichts hören.

Ja, wir duften herrlich nach Lebertran,
glücklich, fröhlich, ganz ohne Zukunftsplan.
Ihr seid grässlich, hässlich, habt Größenwahn.
Alles wisst ihr, alles könnt ihr,
bis ihr einmal alles zerstört.

Wassertänzer Rechenknecht!
Lan Gartenzwerge!
Wassertänzer Groß und dumm!
Lan Klein, gemein!
Wassertänzer Großes Maul!
Lan Klein im Kopf!
Wassertänzer Du Menschenbrut!
Lan Stachelschwein!

Alle
Wie lang soll das noch geh’n?
Denn bald fällt mir leider
nichts mehr ein!

Wassertänzer
Alles sagst du, weißt du und rechnest du.
Schlau und schlauer, doch du lernst nichts dazu.
Läufst im Kreise wie eine blinde Kuh.
Augen hast du, die nichts sehen,
Ohren hast du, die nichts hören.

Ja, wir duften herrlich nach Lebertran,
glücklich, fröhlich, ganz ohne Zukunftsplan.
Ihr seid grässlich, hässlich, habt Größenwahn.
Alles wisst ihr, alles könnt ihr,
bis ihr einmal alles zerstört.

Sini
Sieh mir doch einmal in mein Gesicht,
armes dummes Erdenrechnerkind.
Du weißt so vieles, doch du weißt nicht,
wer und was die Wassertänzer sind.

Wassertänzer leben im Wald,
leben glücklich und frei.
Wassertänzer tanzen im Wald,
laut mit großem Geschrei.

Alle Kinder
Sieh mir doch einmal in mein Gesicht,
armes dummes Erdenrechnerkind.
Du weißt so vieles, doch du weißt nicht,
wer und was die Wassertänzer sind.

Wassertänzer leben im Wald,
leben glücklich und frei.
Wassertänzer tanzen im Wald,
laut mit großem Geschrei.

(Dialog)

Wassertänzer
Nein, nein, nein, Erdenrechner,
was du suchst, such allein!
Du und wir, das passt nicht,
darum sind wir hart wie Stein.
Jeder geht seines Wegs,
das löst die Probleme ungemein.

Alles sagst du, weißt du und rechnest du.
Schlau und schlauer, doch du lernst nichts dazu.
Läufst im Kreise wie eine blinde Kuh.
Augen hast du, die nichts sehen,
Ohren hast du, die nichts hören.

Ja wir duften herrlich nach Lebertran,
glücklich, fröhlich, ganz ohne Zukunftsplan.
Ihr seid grässlich, hässlich, habt Größenwahn.
Alles wisst ihr, alles könnt ihr,
bis ihr einmal alles zerstört.

Alles sagst du, weißt du und rechnest du.
Schlau und schlauer, doch du lernst nichts dazu.
Läufst im Kreise wie eine blinde Kuh.
Augen hast du, die nichts sehen,
Ohren hast du, die nichts hören.

Ja wir duften herrlich nach Lebertran,
glücklich, fröhlich, ganz ohne Zukunftsplan.
Ihr seid grässlich, hässlich, habt Größenwahn.
Alles wisst ihr, alles könnt ihr,
alles wollt ihr, alles macht ihr,
alles schlagt ihr, alles plagt ihr,
aber nicht mit uns!

 Aber nicht mit uns
7. Begegnung

BEGEGNUNG

Jubilith
Zwilling Zwilling dumm,
läufst verloren rum.
Erdenrechner, was ist los?
Erdenrechner, bist doch sonst so groß.

Du bist wirklich schlau,
rechnest ganz genau,
Doch im Wald bist du verlor’n.
Hier im Wald rennst du in jeden Dorn.

Hast eine Hälfte schon verloren.

Lan (spricht) Lass mich, ich hab’ andere Sorgen

Jubilith
Bist du denn schon so dumm geboren?

Lan Verzieh dich, du Giftschnecke

Jubilith
Aber dein Zwilling hat es schlimmer.

Lan Was weißt du von ihm?

Jubilith
Den Weg nach Hause, den findet er nimmer.

Lan Sag mir alles, was du weißt, sonst …

Jubilith
Du bist so dumm und willst nur streiten.

Lan Ach was, du weißt auch nicht mehr als ich …

Jubilith
Ich könnte dich zu ihm begleiten.

Lan
Geh, kleine Hexe, du willst mir nicht helfen.
Hohn und Spott, davon hab’ ich genug gehabt.
Lass mich gehen, ganz allein.

Jubilith
Komm, kleiner Zwilling,
ich will dir nur helfen.
Keiner sonst zeigt dir den Weg
zum Bruderherz, keiner sonst,
ich allein.

Lan
Alles aus.
Er ist verlor’n,
ist ertrunken,
ich bin schuld.

Du weißt nichts.
Quäl mich nicht mehr.
Keine Hoffnung.
Ich bin schuld.

Jubilith
Traurig sein bringt ihn nicht zurück, hör mir zu!
Du bist nicht so wie ich und ich nicht so wie du.
Du weißt nichts von mir, doch ich kenn dich sehr gut.
Sei mein Freund und vergiss den Hass und deine Wut.

Lan
Es war nur ein dummer Streit – Warum kam es nur so weit?
Er ist blind davongeirrt.
Was soll erdenrechnen, wenn ich ihn verlier?

Jubilith
Warum willst du nur sowas tun? Du bist gut.
Erdenrechnen ist schlecht für dich, hast zuviel Mut.
Schlechte Freunde sind das für dich, sie sind grau.
Leben ist warm und bunt und nass, nicht so genau.

Lan
Was du sagst, versteh’ ich nicht. Schlechtes tun, das wollt ich nicht.
Lernen wollt ich, Neues seh’n, doch mein Bruder konnte, wollte nicht verstehn.

Beide
Unbekannter, im tiefen Wald treff’ ich dich.
Warum hör ich dir gerne zu, mag dein Gesicht?
Du bist anders als ich, weißt nicht, was ich tu’.
Rede weiter, ich glaub’, mit dir lern’ ich dazu.

 Begegnung
8. Irrlicht

IRRLICHT

Marionetten
Und er ging,
und er ging,
und er ging noch weiter,
rund und rund und rund herum
am Fluss entlang.

Marionettenmeister
Und als er ihn überqueren wollte,
ging ihm das Wasser bis zum Bauchnabel,

Marionetten
bis zum Bauchnabel.

Marionettenmeister
Er hatte sich verirrt!

Marionetten
Er hatte sich verirrt!

Marionettenmeister
Er fand den Weg nicht mehr!

Marionetten
Er fand den Weg nicht mehr!

Marionettenmeister
Er irrte lange noch,
als vor seinen Augen
ein Licht erschien, das ihn erschreckte.

Marionetten
Es war das Licht eines Hauses.

Marionettenmeister
Und er folgte der Richtung,
als sich plötzlich das Licht zu bewegen schien.

Marionetten
Ein Irrlicht war es!

Marionettenmeister
Ein Irrlicht folgte ihm,
und er hatte Angst,

Marionetten
und er hatte Angst.

Marionettenmeister
Das Irrlicht fing an, um ihn zu tanzen,

Marionetten
ihn zu erschrecken

Marionettenmeister
und lachte.
Er konnte sich vor Angst nicht mehr bewegen.
Er machte die Augen zu
und bewegte sich nicht mehr.

Jubilith
Licht, geh deines Weges.
Still sei deine Wut.
Leg dein Flackern ab.
Licht, mich schützt mein Mantel,
ich hab’ keine Angst.

 Irrlicht
9. Wir daancen

WIR DAANCEN

Daancer
Wir sind aufgemacht,
braune Crem’ gibt wilden Style.
Wir sind eine Pracht,
schrecklich toll ist jedes Teil.

Wenn wir daancen
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daancen
to the left and to the right.

Wir sind hochlackiert,
blau am Fuß, schwarz an der Hand.
Wir sind pomadiert,
wir sind überall bekannt.

Wenn wir daancen,
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daancen
to the left and to the right.

Seht her, voll Neid,
ich bin bereit.
Ich daance korrekt,
ich daance perfekt,
bin niemals versteckt,
bin voller Effekt.

Wenn ich daance,
stylish daance.
Aaaaaaaah!

Holt die Spiegel her,
ich will seh’n, wie schön ich bin.
Ich gefall mir sehr,
schaut doch alle einmal hin.

Wenn wir daancen,
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daancen
to the left and to the right.

Wenn wir daancen,
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daancen
to the left and to the right.

 Wir daancen
10. Wir leben

WIR LEBEN

Die Wassertänzer
Leben, lieben, lachen lang,
den Tag lang, das sind wir,
sind wir.

Tanzen, träumen, trommeln wild
und wilder, das sind wir,
sind wir.

Jubilith
Wenn das Mondlicht um die Ecke scheint

Wassertänzer
und der Fluss verkehrt rum fließt,

Jubilith
wenn der Regen hundert Saltos macht

Wassertänzer
und blitzschnell auf uns herunter schießt,

Alle
dann ist es schon bald so weit,
dass der Tanz beginnt.
Wassertänzer seid bereit,
Vater, Mutter, Kind.

Wasser schickt uns viele Wunder,
fällt herab mit lautem Schall,
redet wie ein Wasserfall,
säuselt uns in den Schlaf.

Leben, lieben, lachen lang,
den Tag lang, das sind wir,
sind wir.

Tanzen, träumen, trommeln wild
und wilder, das sind wir,
sind wir.

Wenn der grüne Kobold Witze macht
und der See im Kreise dreht,
wenn das Wasser lang und lauthals lacht
und man nicht sein eig’nes Wort versteht,

dann ist es schon bald so weit,
dass der Tanz beginnt.
Wassertänzer seid bereit,
Vater, Mutter, Kind.

 Wir leben
11. Die Nacht der Angst

DIE NACHT DER ANGST

Dumme
Wir sind dumm, das sagen sie.
Wir denken nicht wie sie,
nicht so schnell, nicht so korrekt,
nicht so perfekt, nicht so wie sie.

Lachen über dumme Sachen,
weinen, wenn wir traurig sind.
Sind nicht wie sie.

Hässliche
Wir sind nicht groß, wir sind nicht blond,
nicht Schwarz, nicht weiß, nicht rot, nicht so,
wie sie uns woll’n.

Krummes, krauses Haar, großer runder Kopf,
alles, alles finden sie nicht schön, nicht schön.

Dumme und Hässliche
Nicht wie sie, das reicht, das man uns aussortiert.
Nicht wie sie!
Was ist so falsch daran,
wenn man nicht so ist wie die Norm,
man nicht so ist wie die Norm?

Schwache
Sind nicht reich, nicht stark, man sieht uns nicht.
Wir steh’n nie im Rampenlicht.
Sie sagen Schwächling,
Mensch ohne Wert,
kein Wert, kein Wert.

Dumme
Wir sind dumm,
das sagen sie.
Wir denken nicht wie sie,
nicht so schnell,
nicht so korrekt,
nicht so perfekt,
nicht so wie sie.

Lachen über dumme Sachen,
weinen, wenn wir traurig sind.
Sind nicht wie sie.
Nicht wie sie, das reicht,
dass man uns aussortiert.
Nicht wie sie!
Was ist so falsch daran,
wenn man nicht so ist
wie die Norm,
man nicht so ist
wie die Norm?

Nicht wie sie, das reicht,
dass man uns aussortiert.
Nicht wie sie!
Was ist so falsch daran,
wenn man nicht so ist
wie die Norm,
man nicht so ist
wie die Norm?

Hässliche
Wir sind nicht groß,
wir sind nicht blond,
nicht Schwarz,
nicht weiß,
nicht rot,
nicht so,
wie sie uns woll’n.

Krummes, krauses Haar,
großer runder Kopf,
alles, alles finden sie
nicht schön,
nicht schön.
Wir sind hässlich,
sagen sie.
Sind nicht modisch,
sind nicht gefragt,
nicht berühmt,
nicht beliebt.

Wir sind
hässlich,
sagen sie.
Sind nicht
modisch,
sind nicht gefragt,
nicht berühmt,
nicht beliebt.

Schwache
Sind
nicht reich,
nicht stark,
man sieht
uns nicht.
Wir steh’n nie
im Rampenlicht.

Sie sagen Schwächling,
Mensch ohne Wert,
Mensch ohne Wert,
kein Wert,
kein Wert.
Kein Platz für uns
auf dieser Welt.
Wir sind nicht so wie ihr.
Wir leben
ohne Macht und Geld,
leben, wie es uns gefällt.

Kein Platz für uns
auf dieser Welt.
Wir sind nicht so wie ihr.
Wir leben
ohne Macht
und Geld,
leben,
wie es uns gefällt.

 Die Nacht der Angst
12. Quartett

QUARTETT

Erdenrechner
Wassertänzer sind an allem schuld,
haben es ja immer schon gewusst.
Alles, was hier schlecht ist,
alles, was nicht recht ist,
alles, das ist Wassertänzer Tun.

Erdenrechner
Viel zu lange hatten wir Geduld.
Doch mit eurem Treiben ist jetzt Schluss.
Ihr seid eine Plage,
zählbar eure Tage.
Noch ein letzter Tanz, dann könnt ihr ruh’n.

Sil
Er ist ganz verhext.
Von der Wasserwelt
sieht nur sie.

Wassertänzer
Selber schuld, dass sie ertrinken.
Selber schuld, dass sie versinken.
Tief in ihrem Dreck,
finden sie
gerechte Strafe.

Lan
Jubilith, sie hatte Recht,
Wassertänzer
sind nicht schlecht.

Lan und Sil
Ich muss was tun,
dass dieser Streit
uns nicht zerstört,
uns nicht zerstört.

Wassertänzer
In eurem Dreck,
in eurem Dreck,
sollt ihr ertrinken und das,
schnell!

Erdenrechner
Ihr seid schuld,
alles schuld.
Macht euch
bereit!

Jubilith
Sag mir, Wasser,
darf ich glauben,
hoffen auf den Frieden?

Lan
Alles sieht
jetzt
anders aus.

Jubilith
Sagt warum seid ihr so dumm?
Merkt ihr nicht, dass euer Dreck die Welt zerstört
und euch und uns dazu?
Ihr glaubt, ihr seid schrecklich stark,
doch ein kleiner Fluss hat eure Stadt zerstört.
Habt nicht gehört,
nicht auf das Wasser, nicht auf uns.

Jubilith
Sagt, warum seid ihr so dumm?
Merkt ihr nicht, dass euer Dreck die Welt zerstört
und euch und uns dazu?
Ihr glaubt, ihr seid schrecklich stark,
doch ein kleiner Fluss hat eure Stadt zerstört.
Habt nicht gehört,
nicht auf das Wasser, nicht auf uns.

Lan und Sil
Sag, wohin soll ich jetzt gehen?
Ich kenn‘ den Weg,
doch würd’ ihn lieber geh’n mit dir.

Sag, wofür entscheidest du?
Ich will an deiner Seite sein,
doch kann dich nicht versteh’n.

Jubilith
Nur eine Welt,
die allen gleich gehört.
Nur eine Welt,
die keiner mehr zerstört.
Warum bleibt dieser Traum
nur ein Traum?

Lan und Sil
Warum schweigst du?
Ich hätt’ so gern,
dass du
mich hörst,
mich hörst
und verstehst.

Wassertänzer
Alles wird
viel schöner,
schöner
ohne euch.
Seid so schlau,
doch lernt nie.

Jubilith
Sagt, warum
seid ihr so dumm?
Merkt ihr nicht,
dass euer Dreck
die Welt zerstört
und euch und uns dazu?

Ihr glaubt,
ihr seid schrecklich stark,
doch ein kleiner Fluss
hat eure Stadt zerstört.
Habt nicht gehört,
nicht auf das Wasser,
nicht auf uns.

Nur eine Welt,
die allen gleich gehört.
Nur eine Welt,
die keiner mehr zerstört.
Warum bleibt
dieser Traum
nur ein Traum?

Lan und Sil
Sag, wohin
soll ich jetzt geh’n?
Ich kenn’ den Weg,
doch würd’ ihn
lieber geh’n
mit dir.

Sag, wofür
entscheidest du?
Ich will
an deiner Seite sein,
doch kann
dich nicht
versteh’n.

Warum
schweigst du?
Ich hätt’ so gern,
dass du mich hörst,
sonst geh’ ich
meinen Weg
ohne dich.

Wassertänzer
Ihr seid
dumm;
ihr seid
hart,
habt
kein Herz.

Ihr seid
tot,
ihr seid
schuld,
und es ändert nichts,
wenn ihr
uns droht.

Alles wird
viel schöner,
schöner
ohne euch.
Ihr seid so schlau,
doch ihr
lernt es nie.

Erdenrechner
Ihr seid uns
einerlei.
Ihr geht
und uns
bleibt
mehr Raum.

Bald
ist
alles
vorbei,
die Wassertänzer,
ein schlechter
Traum.

Rechnet mit uns Wasservolk,
tanzt den letzten
Wassertanz.
Versucht zu hexen
noch ein letztes Mal,
dann seid ihr nur noch
ein schlechter Traum.

 Quartett
13. Überfall

ÜBERFALL

Anführer
Wer sitzt hier so einsam und allein?
Das kann nur die kleine Hexe sein.
Dein Gesicht, ich glaub’, das kenn ich noch!
Jetzt ist’s aus mit dir, das weißt du doch.

Eingefror’n, du hast uns eingefror’n.
Mit deiner Hexenmacht,
du hast uns ausgelacht.

Ausgelöscht, jetzt wirst du ausgelöscht,
denn du wirst nicht vermisst,
wenn dich das Feuer frisst.

Bindet sie fest! (Sie wird festgebunden)

Eine neue Welt erbau’n wir
ohne euch, ihr Wassertänzer.
Ihr seid schmutzig,
ihr seid hässlich,
und ihr stinkt nach Fisch.

Alles wird gut,
denn Ordnung rettet die Welt.
Krummes wird grad’,
so wie es uns gefällt.

Erdenrechner
Alles wird gut,
denn Ordnung rettet die Welt.
Krummes wird grad’,
so wie es uns gefällt.

Anführer
Ihr habt uns’re Stadt total zerstört.
Wundert es euch, dass wir Rache schwör’n?
Viel zu lang kraucht ihr schon um uns ‘rum
Wir sind schlau, doch leider seid ihr dumm.

Ausgelöscht, ihr werdet ausgelöscht.
Ihr werdet nicht vermisst,
wenn euch das Feuer frisst.

Feiertag, das wird ein Feiertag.
Ihr werdet umgebracht,
und dann wird laut gelacht.

Eine neue Welt erbau’n wir,
ohne euch, ihr Wassertänzer.
Ihr seid schmutzig,
ihr seid hässlich
und ihr stinkt nach Fisch.

Alles wird gut,
denn Ordnung rettet die Welt.
Krummes wird grad’,
so, wie es uns gefällt.

Erdenrechner
Alles wird gut,
denn Ordnung rettet die Welt.
Krummes wird grad’,
so, wie es uns gefällt.

 Überfall
14. Das Wasser

DAS WASSER

Thoro (singt)
Er hat recht!

(spricht) Hört ihm besser zu!

Weg mit euch!

(spricht) Wie könnt ihr sie nur so behandeln?

Ihr habt uns
vieles angetan.
Wisst ihr nicht,
wie es einst geschah,
vor langer Zeit?

Erdenrechner
Wir doch nicht!

(sprechen) Das waren uns’re Vorfahren, die euch aussortiert haben!

Wir doch nicht!

(sprechen) Wir haben mit euch in Frieden gelebt, bis ihr uns angegriffen habt.

Wir doch nicht,
haben nichts getan.
Ihr seid schlecht,
habt die Stadt zerstört
mit eurer Macht.

Lan
Könnt ihr es nicht hör’n,
das Wasser sagt uns,
dass es nicht mehr will.
Wir selber sind es,
die die Stadt zerstör’n,
und keinem hilft jetzt
dieser dumme Streit.
Wir müssen etwas tun.

 Das Wasser
15. Alles versteh’n

ALLES VERSTEH’N

Sheela
Alles versteh’n, alles verzeih’n.
Lasst eine Welt uns bau’n,
wir und ihr, ohne Hass, ohne Streit.

Alles versteh’n, alles verzeih’n.
Wenn Wasser fließen kann,
ungestört, wird aus zwei’n eine Welt.

Ich glaub’ daran, denn Wasser fließt
und Frieden füllt mein Herz.

 Alles versteh'n
Holzglocken

Instrumental

 Holzglocken
16. Final

FINAL

Alle
Wasser lache plätscherlaut,
wenn der grüne Morgen graut,
klatsche, platsche mit viel Krach,
mach die Tänzer wach!

Wasser singe notenviel,
jeder Tropfen spielt sein Spiel,
werde Fluss aus einem Bach,
mach die Tänzer wach!

Fluss, rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See, zeig’ mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass, so nass, ganz nass.

Wasser regne tropfenviel,
erdenfalle ohne Ziel,
sonnenblitze tausendfach,
mach die Tänzer wach!

Wasser woge wellenschnell,
hin und her dein Pflanzenfell,
trommelschlag aufs Blätterdach,
mach die Tänzer wach!

Fluss, rausche singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See, zeig mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass,
Hände klatschen nass,
Hände klatschen nass,
so nass, ganz nass.

Meine Welt ist deine Welt,
deine Welt ist meine.
Nur zusammen sind wir stark,
keiner bleibt allein.

Ganz egal wie du auch bist:
lange, kurze Beine.
Das macht gar nichts sagen wir,
du bist auch dabei.

Manchmal denkst du nicht wie ich,
manchmal gibt es Streit.
Glaube mir, dann hass’ ich dich,
bin zum Kampf bereit.

Doch vielleicht hast du ja recht,
ich konnt’s nur nicht sehen.
Lass uns reden sage ich,
ich will dich verstehen.

Darum muss ich jeden Tag
neue Wege gehen.
Sich zu schlagen, bringt doch nichts,
das kann jeder seh’n.

Manchmal wenn ich traurig bin,
hältst du meine Hand.
Das tut gut, du bist für mich
eine Spur im Sand.

Meine Welt ist deine Welt,
deine Welt ist meine.
Wenn wir beide uns versteh’n,
ist das schon ein Anfang.
Wenn wir beide uns versteh’n,
ist das schon ein Anfang.

 Final

INHALT

Kurzfassung der Geschichte

DIE WASSERTÄNZER

PROLOG
In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit geteilt:
Die Erdenrechner leben in Städten, die Wassertänzer leben in den Wäldern.

1. AKT
Es regnet im Wald. Wassertänzerkinder erfreuen sich an den Wassertropfen des Regens.
Sie tanzen das Wasser.
Sheela, die Heilerin der Wassertänzer, bereitet sich auf eine Geburt vor.
Zwillinge werden geboren.
Ein Marionetten-Theater zeigt die Kindheit der Zwillinge: Ihre erstaunliche Ähnlichkeit in allem, ihre Streiche, wie sie gehänselt werden, aber auch welches starke Band sie verbindet.
Die Zwillinge Lan und Sil sind inzwischen Heranwachsende. Zum ersten Mal in ihrem Leben trennen sich ihre Wege. Lan will in die Denkwerkstatt der Erdenrechner. Sil hat kein Verständnis dafür, aber eigentlich will er vor allem nicht von seinem geliebten Bruder getrennt werden.
In der Denkwerkstatt der Erdenrechner werden die Lehrlinge programmiert.
Sie lernen zu beherrschen, sie lernen, wie aus krumm gerade wird.
Lan ist gleichzeitig fasziniert und unsicher in dieser kalten und herzlosen Umgebung.
Als Sil Lan in der Denkwerkstatt besucht und ihm seine Zuneigung vor allen anderen Lehrlingen zeigt, wird Lan gehänselt. Die Zwillinge streiten sich deswegen.
Sil flüchtet verzweifelt.

2. AKT
Die Wassertänzer sind im Wald versammelt.
Gemeinsam tanzen sie das Wasser, singen die Steine, denken den Wind, lachen den Baum und sie lachen lang.
Lustig und lebhaft wie sie sind, berichten die Wassertänzer über die Vorkommnisse im Wald.
Es geht um beleidigte Mondblüten, um kleine Wölfe, die sich verlaufen haben, um eine eingeschlafene Sonne, aber auch um die Schäden, die die Erdenrechner dem Wald und dem Fluss zufügen.
Als Lan im Wald verzweifelt nach seinem Bruder Sil sucht, stößt er unvermittelt auf die Wassertänzer. Die Wassertänzer haben aber nur Verachtung für Lan übrig, da er zu den Erdenrechnern gehört. Sie sind auch nicht bereit, ihm zu helfen, seinen Bruder Sil zu finden.
Nur Jubilith, ein Wassertänzermädchen, ist neugierig auf den Zwilling.
Obwohl sie frech zu ihm ist und ihn neckt, finden beide Gefallen aneinander.
Ein Marionettentheater erzählt wie Jubilith letztendlich Lan half seinen Bruder Sil zu finden, wie er später dennoch im Laufe der Zeit Jubilith fast vergaß, wie er sich im Wald verlief und Angst vor Irrlichtern hatte und wie Jubilith ihm erneut aus der Patsche half.

3. AKT
Lan ist immer noch bei den Erdenrechnern.
Sil ist inzwischen auch dort.
Während einer Feier tanzen die Erdenrechner ihren seltsamen eitlen und selbstgefälligen Tanz.
Als plötzlich Jubilith erscheint, empört über die so furchtbare Art der Erdenrechner zu tanzen, werden alle Erdenrechner versteinert. Nur die beiden verdutzten Zwillinge bleiben von dem Zauber verschont.
Zusammen mit einigen Wassertänzern zeigt Jubilith den Zwillingen, was Tanzen wirklich bedeutet.
Als die Zwillinge aber Jubilith auffordern, die anderen wieder lebendig zu machen, geht sie, verärgert über diese Zwillinge, die nichts, aber auch gar nichts verstehen.
Die wieder erwachenden Erdenrechner sind sehr verärgert über die Wassertänzer mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten und um so mehr, als sie erfahren, dass Lan Jubilith kennt.
Lan schafft es aber zu verschwinden, bevor die Erdenrechner ihm zu gefährlich werden können.
Völlig erstaunt über die Vorkommnisse, macht er sich auf die Suche nach Jubilith.
Jubilith, verärgert über diese eitlen Erdenrechner und auch darüber, dass Lan immer noch zu den Erdenrechnern hält, sitzt nachdenklich und traurig im Wald.
Mit der Kraft ihrer Gedanken leitet sie Lan zu sich.
Sie beginnt ihm zu erklären, woher die Wassertänzer und die Erdenrechner kommen.
Vor langer Zeit wurden die für schwach, hässlich oder dumm gehaltenen Menschen verbannt und ausgesetzt.
Um überleben zu können, entwickelten die Ausgesetzten überragende Fähigkeiten.
Sie schafften es, ohne Überfluss im Einklang mit der Natur zu leben.
Sie wurden die Wassertänzer.
Die anderen Menschen wurden immer mächtiger und arroganter.
Sie plünderten die Natur, ohne zu merken, dass sie damit ihren Lebensraum zerstörten.
Sie nannten sich die Erdenrechner.
In dem Moment, wo Jubilith Lan erzählt, dass er und sein Bruder bei den Wassertänzern geboren wurden, bricht eine Naturkatastrophe aus.

4. AKT
Die Stadt der Erdenrechner wird überflutet mit Dreck, der aus dem Fluss kommt.
Einige Erdenrechner können sich retten. Sie glauben, dass die Wassertänzer Schuld an der Katastrophe seien. Sie machen sich auf den Weg um die Wassertänzer zu bekämpfen.
Bei den Wassertänzern ist man unruhig. Sie wissen, dass die Erdenrechner sie suchen.
Jubilith wünscht sich eine bessere Welt, wo sich alle verstehen und einander helfen.
Als Jubilith allein ist, wird sie von den Erdenrechnern überfallen. Der Anführer der Erdenrechner will sie wie eine Hexe verbrennen. Als er das Wasser der Wassertänzer trinken will, warnt ihn Jubilith.
Da er das Wasser malträtiert hat, wird sich das Wasser rächen. Er versteht Jubilith nicht.
Aber als er tatsächlich Krämpfe bekommt, hilft ihm Jubilith und tanzt für ihn das Wasser.
Damit rettet sie ihn. Kaum ist er wieder gesund, befiehlt er erneut, Jubilith zu verbrennen.
Plötzlich erscheint Lan, gefolgt von den Wassertänzern.
Die Wassertänzer erklären, dass die Erdenrechner allein Schuld sind an der Katastrophe.
Weil die Erdenrechner den Fluss ständig verdreckt und damit das Wasser malträtiert haben, rächt sich dieser nun indem er nicht mehr weiter fließt, sondern alles zurück schleudert, was in ihn gekippt worden ist.
Nur wenn die Erdenrechner wie die Wassertänzer das Wasser tanzen würden, könnten sie sich retten. Die Erdenrechner schweigen und wissen nicht, was sie davon halten sollen.
Ein Erdenrechnerkind sagt, es will das Wasser lieb haben und das Wasser tanzen.
Die Erdenrechner schauen verdutzt zu, wie das Kind unbeholfen das Wasser zu tanzen beginnt.
Nach und nach werden alle mitgerissen und tanzen das Wasser.
Der Fluss beruhigt sich.

PRESSEBERICHTE

Aus den Krefelder Tageszeitungen

Plakate der Musicalproduktionen
der Musikschule der Stadt Krefeld

Westdeutsche Zeitung Krefeld, 20. September 2010

Sieg für die Beschützer der Erde
Die kleinen Tänzer wollen einen behutsamen Umgang mit der Erde

Mehr lesen

Rheinische Post Krefeld, 27. September 2010

Märchenhafte Geschichte
Spannende Geschichte von Zuspitzung einerseits und Annäherung andererseits

Mehr lesen

Westdeutsche Zeitung Krefeld, 12. März 2002

Hohes Lied auf die Enheit mit der Natur
Die Geschichte hat was von einem Fantasy-Märchen

Mehr lesen

Rheinische Post Krefeld, 18. März 2002

Was ist so falsch daran, wenn man nicht ist wie die Norm?
Konflikt zwischen Kopf und Herz, Eitelkeit und Engagement

Mehr lesen

WEITERE INFORMATIONEN

Das Ansichtsmaterial finden Sie hier: ANSICHTSMATERIAL

Die Kosten für die Aufführungsrechte und für das Aufführungsmaterial erfahren Sie hier: AUFFÜHRUNGSRECHTE & AUFFÜHRUNGSMATERIAL

Die Vorgehensweise für Bestellungen wird hier erläutert: BESTELLUNGEN