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Titelbild Musical

Wassertanz
Die Ballade der Zwillinge
Wir daancen
Die Nacht der Angst

WASSERTANZ

Wassertänzer:
Wasser regne tropfenviel,
erdenfalle ohne Ziel,
sonnenblitze tausendfach,
mach die Tänzer wach!

Wasser woge wellenschnell
hin und her dein Pflanzenfell,
trommelschlag aufs Blätterdach,
mach die Tänzer wach!

Fluss rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See zeig mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass, so nass, ganz nass.

Tanz das Wasser, plantsch das Wasser, Wassertänzer!
Sing das Wasser, schling das Wasser, Wassertänzer!
Pitsch patsch pitsch patsch platsch,
mehr Wasser in den Matsch rein,
dreimal drumherum, strudelschneller,
eins und zwei hinein, alles nass, so nass, ganz nass.

Grabsch das Wasser, platsch das Wasser, Wassertänzer!
Trink das Wasser, plink das Wasser, Wassertänzer!
Wasser ist so nass,
mehr Wasser in das Fass rein,
einmal in den Fluss, lass dich treiben,
zwei und drei vorbei, alles nass, so nass, ganz nass.

Tanz den Was, den Was, den Tanz,
den Tanz, den Was, den Was, den Tanz,
den Was, den Tanz, den Tanz, den Was,
den Tanz, den Wassertanz!

Tanz das Wasser, plantsch das Wasser, Wassertänzer!
Sing das Wasser, schling das Wasser, Wassertänzer!
Pitsch patsch pitsch patsch platsch,
mehr Wasser in den Matsch rein,
dreimal drumherum, strudelschneller,
eins und zwei hinein, alles nass, so nass, ganz nass.

Wasser lache plätscherlaut,
wenn der grüne Morgen graut,
klatsche, platsche mit viel Krach,
mach die Tänzer wach!

Wasser singe notenviel,
jeder Tropfen spielt sein Spiel,
werde Fluss aus einem Bach,
mach die Tänzer wach!

Fluss, rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See, zeig’ mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass, so nass, ganz nass.

Wasser regne tropfenviel,
erdenfalle ohne Ziel,
sonnenblitze tausendfach,
mach die Tänzer wach!

Wasser woge wellenschnell,
hin und her dein Pflanzenfell,
trommelschlag aufs Blätterdach,
mach die Tänzer wach!

Fluss, rausche, singe mir den Wasserton, den Wasserton!
See, zeig mir Spiegelwelten tief in dir, tief in mir!
Füße fließen frei,
Hände klatschen nass,
Hände klatschen nass,
Hände klatschen nass,
so nass, ganz nass.

DIE BALLADE DER ZWILLINGE

Dreh dich im Kreise, Augen verbunden,
all deine Sinne sind dir geschwunden.
Streck deine Hände, lauf gegen Wände.
Auf, kleiner Zwilling, suche!

Wirst keinen finden, alle verschwinden, muuh.
Wir sind versteckt, und du bleibst die blinde Kuh.
Jetzt läuft er hierhin, jetzt läuft er dahin,
läuft ohne Ziel und Richtung.

Rennt immer schneller, fällt in ein Kellerloch,
kommt wieder raus und hält sich den Kopf vor Schmerz,
und auf dem Fuße folgt ihm sein Bruderherz.

Da steh’n sie beide, lachend und leidend,
endlich mal unterscheidbar,
einer mit Beule,
einer mit blauem Fleck.

So geht das jetzt schon dreihundert Runden.
Zwilling hat immer Zwilling gefunden.
Keiner versteht es, doch allen geht es
fürchterlich auf die Nerven.

Näher als nah, alles versteh’n,
alles gesagt mit einem Blick,
mehr als Reden vermag.
Hand in der Hand, aus einer Form.
Stärker als stark, was sie verband,
mehr und mehr, Tag für Tag.

Lasst sie auch manchmal ihre Wege geh’n,
auch, wenn die beiden es nicht gerne seh’n.
Lasst sie entdecken, was es heißt, auch mal allein zu sein,
traurig sein, fröhlich sein, jeder für sich.

Steckt sie nur nicht in gleiche Kleider rein!
Lasst jeden Zwilling mal er selber sein,
denn ihrer großen Liebe tut das nichts und außerdem,
merkt ihr dann irgendwann, wer welcher ist.

Näher als nah, alles versteh’n,
alles gesagt mit einem Blick,
mehr als Reden vermag.
Hand in der Hand, aus einer Form.
Stärker als stark, was sie verband,
mehr und mehr, Tag für Tag.

Lauf um dein Leben, Zwilling!
Ich werd’s dir geben, Zwilling!
Warum stiehlst du auch die Äpfel mir?
Schneller kannst du rennen,
leider bleibst du hängen
mit dem Hemd im Stacheldraht.

Glaubst wohl, du kannst dich schleichen
und meiner Hand entweichen?
Falsch gedacht, mein Freund, das sag ich dir.
Ich nehm’ mir den Fetzen Stoff.
Du hast ein großes Loch im Hemd von deiner Tat.

Jetzt könnt ihr nicht mehr erzählen,
dass ich nicht weiß, wer es war.
Muss mich nicht quälen,
keine Gefahr,
kann sicher wählen
ein Exemplar.

Kommt mal zu mir, ihr beiden!
Einer, der muss jetzt leiden.
Lasst mich doch mal eure Hemden seh’n!
Hab’ hier einen Fetzen Stoff,
der passt nur in ein Loch in einem Hemd allein.
Wer von euch hat gestohlen?
Wen werde ich versohlen?
Gauner, bücke dich und zähl bis zehn,
soviel Schläge kriegst du,
auf dem Boden liegst du.
Endlich ist die Rache mein.

Nein, ich muss schon wieder leiden.
Sagt mir mal, wie oft denn noch?
Sitz’ in der Kreide, denn es hat doch
jeder von beiden im Hemd ein Loch.

Näher als nah, alles verstehn,
alles gesagt mit einem Blick,
mehr als Reden vermag.
Hand in der Hand, aus einer Form.
Stärker als stark, was sie verband,
mehr und mehr, Tag für Tag.

Zwilling, ist es wahr, dass ihr nie weint?
Zwilling, sag mir, ist es wirklich schön, Zwilling zu sein?
Wenn euch alle anstarr’n, so als wärt ihr im Zoo,
wünscht ihr euch nicht dann, ihr wärt Geschwister einfach nur so?

Zwilling ist es wahr, dass ihr nur lacht?
Seid ihr zwei zusammen, dann habt ihr magische Macht.
Einer ganz alleine schafft soviel aber nie.
Wer von euch ist echt, und wer ist nur die schlechte Kopie?

Näher als nah, alles versteh’n,
alles gesagt mit einem Blick,
zwei viel näher als nah.
Lieber als lieb hatten sie sich.
Stärker als stark, was sie verband,
so nah, so nah, zu nah.

WIR DAANCEN

Daancer:
Wir sind aufgemacht,
braune Crem’ gibt wilden Style.
Wir sind eine Pracht,
schrecklich toll ist jedes Teil.

Wenn wir daaancen
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daaancen
to the left and to the right.

Wir sind hochlackiert,
blau am Fuß, schwarz an der Hand.
Wir sind pomadiert,
wir sind überall bekannt.

Wenn wir daaancen,
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daaancen
to the left and to the right.

Seht her, voll Neid,
ich bin bereit.
Ich daance korrekt,
ich daance perfekt,
bin niemals versteckt,
bin voller Effekt.

Wenn ich daance,
stylish dance.
Aaaaaaaah!

Holt die Spiegel her,
ich will seh’n, wie schön ich bin.
Ich gefall mir sehr,
schaut doch alle einmal hin.

Wenn wir daaancen,
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daaancen
to the left and to the right.

Wenn wir daaancen,
wird der Boden blass vor Neid.
Wenn wir daaancen
to the left and to the right.

DIE NACHT DER ANGST

Dumme
Wir sind dumm,
das sagen sie.
Wir denken nicht wie sie,
nicht so schnell,
nicht so korrekt,
nicht so perfekt,
nicht so wie sie.
Lachen über dumme Sachen,
weinen, wenn wir traurig sind.
Sind nicht wie sie.

Hässliche
Wir sind nicht groß, wir sind nicht blond,
nicht Schwarz, nicht weiß, nicht rot, nicht so,
wie sie uns woll’n.
Krummes, krauses Haar,
großer runder Kopf,
alles, alles finden sie
nicht schön,
nicht schön.

Dumme und Hässliche
Nicht wie sie,
das reicht, das man uns aussortiert.
Nicht wie sie!
Was ist so falsch daran,
wenn man nicht so ist wie die Norm,
man nicht so ist wie die Norm?

Schwache
Sind nicht reich, nicht stark, man sieht uns nicht.
Wir steh’n nie im Rampenlicht.
Sie sagen Schwächling,
Mensch ohne Wert,
kein Wert,
kein Wert.

Dumme
Wir sind dumm,
das sagen sie.
Wir denken nicht wie sie,
nicht so schnell,
nicht so korrekt,
nicht so perfekt,
nicht so wie sie.

Lachen über
dumme Sachen,
weinen, wenn wir
traurig sind.
Sind nicht wie sie.

Nicht wie sie, das reicht,
das man uns aussortiert.
Nicht wie sie!
Was ist so falsch daran,
wenn man nicht so ist
wie die Norm,
man nicht so ist
wie die Norm?

Nicht wie sie, das reicht,
das man uns aussortiert.
Nicht wie sie!
Was ist so falsch daran,
wenn man nicht so ist
wie die Norm,
man nicht so ist
wie die Norm?

Hässliche
Wir sind
nicht groß,
wir sind nicht blond,
nicht Schwarz,
nicht weiß,
nicht rot, nicht so,
wie sie uns woll’n.

Krummes, krauses Haar,
großer runder Kopf,
alles, alles finden sie
nicht schön,
nicht schön.

Wir sind
hässlich,
sagen sie.
Sind nicht
modisch,
sind nicht gefragt,
nicht berühmt,
nicht beliebt.

Wir sind
hässlich,
sagen sie.
Sind nicht
modisch,
sind nicht gefragt,
nicht berühmt,
nicht beliebt.

Schwache
Sind
nicht reich,
nicht stark,
man sieht
uns nicht.
Wir steh’n nie
im Rampenlicht.

Sie sagen Schwächling,
Mensch
ohne Wert,
kein Wert,
kein Wert.

Kein Platz
für uns
auf dieser Welt.
Wir sind nicht so wie ihr.
Wir leben
ohne Macht und Geld,
leben,
wie es uns gefällt.

Kein Platz
für uns
auf dieser Welt.
Wir sind nicht so wie ihr.
Wir leben
ohne Macht und Geld,
leben,
wie es uns gefällt.

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PLAYLIST

  • Wassertanz
  • Ballade der Zwillinge
  • Abschied
  • Denkwerkstatt
  • Wir lachen lang
  • Aber nicht mit uns
  • Begegnung
  • Irrlicht
  • Wir daancen
  • Wir leben
  • Die Nacht der Angst
  • Quartett
  • Überfall
  • Das Wasser
  • Alles versteh'n
  • Holzglocken
  • Final
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