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Fantasy-Musical frei nach Motiven von "La petite Fadette" von GeorgesSand
Buch & Musik: Phan Trat Quan
Liedtexte: Tom Heilandt & Phan Trat Quan
Aufführungsdauer: 120 Minuten
Altersgruppe: Kinder ab 7 Jahren und Jugendliche
Anzahl der Musiknummer: 16 ( 1- bis 4-stimmig)
3 Akte
17 Szenen
7 Bühnenbilder
9 Hauptrollen
Gruppen: Wassertänzer, Lehrlinge, Daancer, Erdenrechner
Uraufgeführt am 16. März 2002 in der Musikschule der Stadt Krefeld
Das Jugend- und Kindermusical „Die Wassertänzer“ ist ein fantasievolles und anspruchsvolles Stück für Kinder von 7 bis 14 Jahren über das hochaktuelle Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Das Fantasy-Musical bietet mit seinen zwei großen rivalisierenden Gruppen einem großem Ensemble viel Spielzeit auf der Bühne. Musikalisch anspruchsvoll mit viel mehrstimmigem Gesang und reichlich Platz für Choreographien, eignet sich „Die Wassertänzer“ besonders für Inszenierungen, die besonders viel Wert auf Gesang und Tanz legen.
PROLOG
In einer ferner Zukunft hat sich die Menschheit geteilt:
Die Erdenrechner leben in Städten, die Wassertänzer leben in den Wäldern.
1. AKT
Es regnet im Wald. Wassertänzerkinder erfreuen sich an den Wassertropfen des Regens.
Sie tanzen das Wasser.
Sheela, die Heilerin der Wassertänzer, bereitet sich auf eine Geburt vor.
Zwillinge werden geboren.
Ein Marionetten-Theater zeigt die Kindheit der Zwillinge: Ihre erstaunliche Ähnlichkeit in allem, ihre Streiche, wie sie gehänselt werden, aber auch welches starke Band sie verbindet.
Die Zwillinge Lan und Sil sind inzwischen Heranwachsende. Zum ersten Mal in ihrem Leben trennen sich ihre Wege. Lan will in die Denkwerkstatt der Erdenrechner. Sil hat kein Verständnis dafür, vor allem will er nicht von seinem geliebten Bruder getrennt werden.
In der Denkwerkstatt der Erdenrechner werden die Lehrlinge programmiert.
Sie lernen zu beherrschen, sie lernen, wie aus krumm gerade wird.
Lan ist gleichzeitig fasziniert und unsicher in dieser kalten und herzlosen Umgebung.
Als Sil Lan in der Denkwerkstatt besucht und ihm seine Zuneigung vor allen anderen Lehrlingen zeigt, wird Lan gehänselt. Die Zwillinge streiten sich deswegen.
Sil flüchtet verzweifelt.
2. AKT
Die Wassertänzer sind im Wald versammelt.
Gemeinsam tanzen sie das Wasser, singen die Steine, denken den Wind, lachen den Baum und sie lachen lang.
Lustig und lebhaft wie sie sind, berichten die Wassertänzer über die Vorkommnisse im Wald.
Es geht um beleidigte Mondblüten, um kleine Wölfe, die sich verlaufen haben, um eine eingeschlafene Sonne, aber auch um die Schäden, die die Erdenrechner dem Wald und dem Fluss zufügen.
Als Lan im Wald verzweifelt nach seinem Bruder Sil sucht, stößt er unvermittelt auf die Wassertänzer. Die Wassertänzer haben aber nur Verachtung für Lan übrig, da er zu den Erdenrechnern gehört. Sie sind auch nicht bereit, ihm zu helfen, seinen Bruder Sil zu finden.
Nur Jubilith, ein Wassertänzermädchen, ist neugierig auf den Zwilling.
Obwohl sie frech zu ihm ist und ihn neckt, finden beide Gefallen aneinander.
Das Marionettentheater erzählt, wie Jubilith letztendlich Lan half, seinen Bruder Sil zu finden, wie er später dennoch im Laufe der Zeit Jubilith fast vergaß, wie er sich im Wald verlief und Angst vor Irrlichtern hatte und wie Jubilith ihm erneut aus der Patsche half.
3. AKT
Lan ist immer noch bei den Erdenrechnern.
Sil ist inzwischen auch dort.
Während einer Feier tanzen die Erdenrechner ihren seltsamen eitlen und selbstgefälligen Tanz.
Als plötzlich Jubilith erscheint, empört über die so furchtbare Art der Erdenrechner zu tanzen, werden alle Erdenrechner versteinert. Nur die beiden verdutzten Zwillinge bleiben von dem Zauber verschont.
Zusammen mit einigen Wassertänzern zeigt Jubilith den Zwillingen, was Tanzen bedeutet.
Als die Zwillinge aber Jubilith auffordern, die anderen wieder lebendig zu machen, geht sie, verärgert über diese Zwillinge, die nichts, aber auch gar nichts verstehen.
Die wieder erwachenden Erdenrechner sind sehr ärgerlich über die Wassertänzer mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten, und um so mehr, als sie erfahren, dass Lan Jubilith kennt.
Lan schafft es aber zu verschwinden, bevor die Erdenrechner ihm zu gefährlich werden können.
Völlig erstaunt über die Vorkommnisse, macht er sich auf die Suche nach Jubilith.
Jubilith, verärgert über diese eitlen Erdenrechner und auch darüber, dass Lan immer noch zu den Erdenrechnern hält, sitzt nachdenklich und traurig im Wald.
Mit der Kraft ihrer Gedanken leitet sie Lan zu sich.
Sie beginnt ihm zu erklären, woher die Wassertänzer und die Erdenrechner kommen.
Vor langer Zeit wurden die für schwach, hässlich oder dumm gehaltenen Menschen verbannt und ausgesetzt.
Um überleben zu können, entwickelten die Ausgesetzten überragende Fähigkeiten.
Sie schafften es, ohne Überfluss im Einklang mit der Natur zu leben.
Sie wurden die Wassertänzer.
Die anderen Menschen wurden immer mächtiger und arroganter.
Sie plünderten die Natur, ohne zu merken, dass sie damit ihren Lebensraum zerstörten.
Sie nannten sich die Erdenrechner.
In dem Moment, wo Jubilith Lan erzählt, dass er und sein Bruder bei den Wassertänzern geboren wurden, bricht eine Naturkatastrophe aus.
4. AKT
Die Stadt der Erdenrechner wird überflutet mit Dreck, der aus dem Fluss kommt.
Einige Erdenrechner können sich retten. Sie glauben, dass die Wassertänzer Schuld an der Katastrophe sind. Sie machen sich auf den Weg, um die Wassertänzer zu bekämpfen.
Bei den Wassertänzern ist man unruhig. Sie wissen, dass die Erdenrechner sie suchen.
Jubilith wünscht sich eine bessere Welt, wo alle sich verstehen und helfen.
Als Jubilith allein ist, wird sie von den Erdenrechnern überfallen. Der Anführer der Erdenrechner will sie wie eine Hexe verbrennen. Als er Wasser der Wassertänzer trinken will, warnt ihn Jubilith.
Da er das Wasser malträtiert hat, wird sich das Wasser rächen. Er versteht Jubilith nicht.
Aber als er tatsächlich Krämpfe bekommt, hilft ihm Jubilith und tanzt für ihn das Wasser.
Damit rettet sie ihn. Kaum ist er wieder gesund, befiehlt er erneut, Jubilith zu verbrennen.
Plötzlich erscheint Lan, gefolgt von den Wassertänzern.
Die Wassertänzer erklären, dass die Erdenrechner allein Schuld sind an der Katastrophe.
Weil die Erdenrechner den Fluss ständig verdreckt, und damit das Wasser malträtiert haben, rächt sich dieser, fließt nicht weiter und schleudert alles zurück, was in ihn gekippt worden ist.
Nur wenn die Erdenrechner wie die Wassertänzer das Wasser tanzen würden, könnten sie sich retten. Die Erdenrechner schweigen und wissen nicht, was sie davon halten sollen.
Ein Erdenrechnerkind sagt, es will das Wasser lieb haben und das Wasser tanzen.
Die Erdenrechner schauen verdutzt zu, wie das Kind unbeholfen das Wasser zu tanzen beginnt.
Nach und nach werden alle mitgerissen und tanzen das Wasser.
Der Fluss beruhigt sich.