Vier Wände, ein Boden, ein Dach
Nur zu versteh’n
Mein Herz gebt mir zurück
Stark zu sein
Dorothy
Was für ein Tag?
Was für ein Wind?
Was für ein Herz?
Ich hör’ alles um mich herum singen,
alles ist hier so wie immer.
Alles um mich herum,
alles vertraut und so still.
Und doch, tief in mir
ist ein Flüstern so leise und sanft
und ich hör’, ich hör’ es rufen,
ich hör’ es singen, hör’, wie es sagt:
Vier Wände, ein Boden, ein Dach
und ein Bett, das mich wärmt in der Nacht.
Vier Wände, ein Boden, ein Dach
und ein Freund, der mich mag, mit mir lacht.
Doch fühl’ ich mich manchmal allein
und so traurig, warum?
Weiß ich nicht, weiß ich nicht.
Doch ich glaub’, doch ich spür’,
doch ich will, was will ich?
Ich seh’ Farben und Menschen und Städte,
ich seh’ Flüsse und Felder so groß.
Ich seh’ Berge und Täler
und Blumen überall:
Aber dort am Horizont,
da ist etwas, das mich ruft,
ich seh’ einen Weg,
ich seh’ einen goldenen Weg.
Vier Wände, ein Boden, ein Dach,
und ein Bett, das mich wärmt in der Nacht.
Vier Wände, ein Boden, ein Dach,
und ein Freund, der mich mag, mit mir lacht.
Und wenn ich mich manchmal
auch traurig fühl’, ist das egal,
weil ich weiß, weil ich weiß,
weil ich glaub’, weil ich spür’,
weil ich will, was will ich?
Vogelscheuche
Bin vorgestern gebor’n
und hab nicht viel geseh’n,
nicht Welt und auch nicht Weite,
nur ein paar schwarze Kräh’n.
Doch wenn ich daran denk’,
was ich schon hab’ geseh’n,
den Himmel, Blumen, Bäume
und klar auch diese Kräh’n.
Ich glaube und fühle,
dass das noch nicht viel ist
und dort in der Ferne
für mich noch ein Ziel ist,
das ich nicht kenn’ und noch nicht seh’,
und das ich auch noch nicht verstehe.
Bleib und schau mich an,
hab’ keine Angst vor meinem Lachen,
meine Augen seh’n
und meine Ohren hör‘n dir zu.
Bleib, erzähle mir
von deiner Welt und ihren Sachen.
Alles, was du sagst,
so gerne würd‘ ich es versteh’n.
Oh, dich zu verstehen!
Oh, nur zu versteh’n!
Natürlich kann ich geh’n,
ich singe jeden Tag,
ich tanz’, auch wenn ich leider
wei linke Füße hab.
Der Himmel ist noch da,
die schönen Blumen auch,
die starken hohen Bäume
und klar, die alten Kräh’n.
Ich glaube und fühle …
Blech-Holzfäller
Denn mein höchstes Glück,
schöner noch als alles,
was ich lebte, was ich sah,
alles, was ich je gefühlt in mir.
Ja, mein höchstes Glück,
schönstes auf der Erde,
größtes Wunder auf der Erde
war mein Herz, mein starkes Herz,
so verliebt und glücklich.
Denn mein schönstes Glück,
ein Gefühl, das niemand
jemals spürte ohne Herz,
ein Gefühl, das nur im Herzen lebt.
Ja, mein schönstes Glück,
es trägt meine Seele,
trägt sie hoch und immer höher,
und mein Herz, mein starkes Herz,
so verliebt und glücklich.
Gebt mir zurück,
gebt mir wieder Herz und Seele.
Gebt mir zurück,
denn mein Herz ist auch mein Glück, mein Glück.
oh gebt es mir,
oh gebt es mir,
es ist mein Leben.
Wer hat geliebt?
Wer hat jemals ohne Herz geliebt?
Wer hat geliebt
ohne Herz,
das immer schneller schlägt,
so voller Glück,
so voller Glück,
so voller Liebe?
Denn mein höchstes Glück,
schöner noch als alles,
was ich erlebt, was ich sah,
alles, was ich je gefühlt in mir.
Ja, mein höchstes Glück,
schönstes auf der Erde,
größtes Wunder auf der Erde
war mein Herz, mein starkes Herz,
so verliebt und glücklich.
Löwe
Wenn ich auch stolz mich gerade halt’,
so zitt’re ich doch in mir.
Wenn ich auch schrei‘ aus vollem Hals,
will ich doch nur weg von hier.
Ich weiß doch, für euch seh’ ich stark aus,
ich weiß, ihr glaubt, ich sei stolz,
doch hinter dem Spiel, der Fassade,
da ist etwas, das ich euch nicht zeig’,
das ich niemals zeig’, ich alleine weiß, was es ist.
Na klar, kann ich wie immer sein,
betrüg’ und lüg’ jeden Tag.
Na klar, für euch spiel’ ich das Spiel,
auch wenn ich es nicht sehr mag.
Denn alles das macht mich so traurig,
das Spiel, es bringt mir kein Glück.
Wenn wirklich einmal die Gefahr droht,
dann schlägt mein Herz viel zu laut und schnell
und ich zitt‘re so, denn ich hab’ so Angst.
Oh warum?
Ich wär so gern wirklich stark, wirklich stolz,
hab’ mir lange gewünscht,
ich hätt’ etwas mehr Mut.
Ich trüge gern meinen Kopf richtig hoch,
blickte gerade nach vorn
und hätt’ Vertrauen in mich.
Oh ja, wie gern wär ich all das.
Ich hätt’ so gern, das ich mir einmal sag’:
„Alles das, das bist du!“
und dass ich es dann glaub’.
Ich lebte gern so wie im Paradies,
glaubte wirklich an mich,
vertraute endlich mir selbst
und sagte: „Schaut doch, hier komm’ ich!“
Es wär’ wunderbar, wirklich wunderbar,
stark zu sein.
Schon viel zu lang, schon jahrelang,
die Tage zähl’ ich nicht mehr,
und immer noch lauf’ ich im Kreis,
ich geh’, doch komm’ nicht voran.
Und auch, wenn für euch ich seh’ stark aus,
auch wenn ihr glaubt, ich sei stolz,
doch hinter dem Spiel, der Fassade
ich weiß so sehr, was ich euch nicht zeig’,
was ich niemals zeig’, ich alleine weiß, was es ist.
Ich wär so gern wirklich stark, wirklich stolz …
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