© 2008
Musical von Phan Trat Quan
nach dem Buch von Lyman Frank Baum mit Bildern von William Wallace Denslow
“The Wonderfull Wizard of Oz”
Buch, Musik und Original französische Liedtexte: Phan Trat Quan
Deutsche Übersetzung der Liedtexte: Tom Heilandt
Aufführungsdauer: 120 Minuten
Altersgruppe: Kinder ab 7 Jahren und Jugendliche oder Erwachsene
Anzahl der Musiknummer: 21 ( 1- bis 4-stimmig)
21 Szenen
12 Bühnenbilder
22 Rollen
Gruppen:
Zyklon, Vögel, Mohnblüten, Feldmäuse, Sklaven, (fliegende Affen)
5 mit Stöcke geführten Marionetten
Diversen Schatten-Marionetten Schattenfiguren
Uraufgeführt am 14. März 2009 im Studiotheater, Musikschule der Stadt Krefeld
Das Jugend- und Kindermusical „Der Zauberer von Oz“ ist ein abenteuer-reiches und fantasievolles Theaterstück für Kinder von 7 bis 14 Jahren mit vielen Haupt- und Nebenrollen.
DIE VORLAGE zu “Der Zauberer von Oz” ist das Kinderbuch von Lyman Frank Baum (1856-1919) mit den wunderschönen Illustrationen von William Wallace Denslow (1856-1916), das im Jahr 1900 unter dem Titel “The Wonderful Wizard of Oz” in den USA erschien.
Die Geschichte um das Mädchen Dorothy, das durch einen Wirbelsturm in ein verzaubertes Land gewirbelt wird, ist bis heute auf der ganzen Welt beliebt.
Charmante Figuren wie die Vogelscheuche, der Blech-Holzfäller und der feige Löwe sind auch ein Jahrhundert nach ihrem Erscheinen unvergesslich geblieben. In der Einleitung zu seiner Erzählung schreibt Frank Baum:
“Der Zauberer von Oz wurde nur geschrieben, um die Kinder zu erfreuen. Es soll ein modernes Märchen sein, in dem das Staunen und die Freude überwiegen und Kopfschmerzen und Alpträume außen vor gelassen werden.”
Frank Baum schrieb dreizehn Fortsetzungen zu “The Wonderful Wizard of Oz”.
DIE MUSICAL-ADAPTION lehnt sich eng an die Vorlage an.
Figuren, Plot und Chronologie wurden übernommen, so wie sie im Originaltext dargestellt werden.
Somit ist Dorothys Geschichte anders als in der Hollywoodverfilmung von 1939 mit Judy Garland in der Hauptrolle kein Traum und ihre magischen Schuhe bleiben auch silbern und nicht filmrot.
Einige Abenteuer wurden ausgelassen oder nur durch einen Erzähler wiedergegeben, um dem Musiktheaterstück eine praktikable Länge zu geben.
Die Einführung eines “Hexendieners” ist die einzige Freiheit gegenüber dem Original, die sich der Komponist herausgenommen hat.
Zwei Szenen werden mittels Marionetten und Schattenfiguren dargestellt.
Dies bot sich aus zwei Gründen an: Einmal, um die spektakulären Vorgänge, die sich bei den Abenteuern ereignen, überhaupt ohne allzu großen technischen Aufwand auf einer kleinen Bühne darstellen zu können. Und zum Zweiten, um den unvergesslichen Bildern von W.W. Denslow Tribut zu zollen, indem sie mithilfe der Marionetten wieder zum Leben erweckt werden. Deshalb sind die in dem Musical verwendeten Marionetten und Schattenfiguren sowie die Bühnenbilder, die wie die Seiten eines Buches gemalt sind, den Originalbildern von W. W. Denslow nachempfunden.
Die Musik ist melodisch-gefühlvoll und akzentuiert die Emotionen und Sehnsüchte der Hauptpersonen, die auf der Suche sind.
Bei den Liedern mit narrativer Funktion wurden Stile wie Blues, Country oder Folklore verwendet.
Die Musik zum Zyklon wurde von dem beeindruckenden und imposanten Klang der großen japanischen Trommel Taiko geprägt.
Die gefährliche Durchquerung des Waldes und die Begegnung mit monsterartigen Wesen werden mit Klängen und Rhythmen untermalt, die mit den aktuellsten elektronischen Instrumenten erzeugt werden.
Das Ensemble singt bis zu vierstimmige Lieder, zum Schlussbild singt das Ensemble sogar dreistimmig a cappella.
Das Musical ist so konzipiert, dass es sowohl von einem Kinder- und Jugend-Ensemble als auch von einem Erwachsenen-Ensemble gespielt werden kann.
Dorothy lebt mit ihrer Tante Em, Onkel Henry und ihrem Hund Toto in Kansas.
Eines Tages fegt ein Wirbelsturm übers Land und wirbelt Dorothy in ihrem Haus durch die Luft in das Land der Munchkins – und sie landet genau auf der bösen Hexe des Ostens!
Die gute Hexe des Nordens und die Munchkins begrüßen Dorothy herzlich und freuen sich, endlich von der bösen Hexe des Ostens befreit zu sein.
Zum Dank erhält Dorothy die silbernen Schuhe der toten Hexe.
Die gute Hexe des Nordens weist Dorothy und ihrem Hund Toto den Weg zur Smaragdstadt, dort soll ihr der große Zauberer von Oz helfen, nach Kansas zurückzukehren.
Auf dem mit gelben Ziegelsteinen gepflasterten Weg befreit Dorothy die Vogelscheuche, entrostet der Blech-Holzfäller und ermutigt den feigen Löwen, sie auf ihrem Weg in die Smaragdstadt zu begleiten.
Die Vogelscheuche will Verstand haben, der Blech-Holzfäller ein Herz und der Löwe Mut – und nur der große Zauberer von Oz kann ihnen helfen.
Unterwegs müssen sie jedoch etliche Hindernisse überwinden.
Der große Oz empfängt Dorothy und ihre Freunde einzeln in seinem Palast – jedem erscheint er in anderer Gestalt.
Dorothy trifft einen riesigen Kopf, die Vogelscheuche sieht eine wunderschöne Frau, der Blech-Holzfäller ein Monster und dem Löwen erscheint der Zauberer als Lichtkugel.
Bevor Oz Dorothy und ihren Gefährten hilft, stellt er jedoch eine Bedingung: Die Abenteurer sollen die böse Hexe des Westens besiegen.
Als die Reisenden das Land der bösen Hexe des Westens erreichen, schickt diese Wölfe, Raben und Bienen um Dorothy zu bekämpfen.
Vergeblich! Erst als die böse Hexe die Macht der goldenen Kappe benutzt, können die fliegenden Affen die Truppe gefangen nehmen.
Dorothy und ihre Freunde sind nun Gefangene im Schloss der bösen Hexe.
Mit einer List schafft es die Hexe einen der silbernen Schuhe an sich zu nehmen.
Dies verärgert Dorothy so sehr, dass sie einen Eimer Wasser über die Hexe kippt und siehe da: Die böse Hexe des Westens beginnt zu schmelzen.
Das unterdrückte Volk freut sich sehr über die neue Freiheit und hilft den Reisenden bei der Heimkehr in die Smaragdstadt.
Die fliegenden Affen bringen Dorothy und ihre Freunde wieder zurück in die Stadt von Oz, dabei erzählt der König der fliegenden Affen die Geschichte von Gayelette und wie die Affen verzaubert wurden.
Als Dorothy und ihre Freunde mit dem Zauberer von Oz sprechen wollen, weicht dieser aus.
Als Toto zufällig einen Vorhang aufreißt, entdecken sie hinter dem Vorhang einen Mann: Der große Oz entpuppt sich als ganz einfacher kleiner alter Mann, der in einem Heißluftballon von Omaha nach Oz kam und die Menschen mit billigen Zaubertricks in den Glauben versetzte, er sei ein großer Zauberer.
Trotz der Enttäuschung bestehen die Helden dennoch darauf, dass Oz ihnen wie versprochen hilft.
Mit einer Handvoll Nägel und Mehl, einem Herz aus Stoff und einer kleinen Flasche mit Mut-Sirup versorgt der Zauberer die Vogelscheuche, den Blech-Holzfäller und den Löwen mit Verstand, einem Herzen und Mut.
Weil sie so viel Vertrauen in den angeblichen Zauberer haben, glauben sie daran, dass diese sonst nutzlosen Objekte ihre Wünsche erfüllen.
Trotzdem versucht Oz ihnen zu erklären, dass all das, was sie suchen, bereits in ihnen vorhanden ist und sie es in sich selbst finden werden.
Damit Dorothy nach Kansas zurück kann, will Oz mit ihr in dem Heißluftballon fliegen und auch selbst nach Omaha zurückkehren.
Er bestimmt auch, dass die nun schlaue Vogelscheuche die Smaragdstadt regieren soll.
Aber gerade als der Ballon abfliegen soll, läuft Toto weg und Dorothy bleibt zurück und sieht zu, wie Oz allein wegfliegt.
Der grüne Soldat gibt ihnen den Rat, die Fee Glinda aufzusuchen.
Sie Kann Dorothy dabei helfen, nach Kansas zurückzukehren.
Auf dem Weg zu Glinda erleben die Reisenden erneut etliche gefährliche Abenteuer.
In Glindas Palast angekommen, wird die Reisegruppe herzlich empfangen.
Es stellt sich heraus, dass Dorothy bereits die ganze Zeit die Macht besaß, nach Kansas zurück zu kehren – mit den silbernen Schuhen der bösen Hexe des Ostens! Endlich kann Dorothy wieder nach Hause zu ihrer Tante Em und ihrem Onkel Henry.
PLAYLIST