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Titelbild Musical

Ich wollte kein Popstar sein
Der Ort
Quartett + eins

ICH WOLLTE KEIN POPSTAR SEIN

Jeanne d’Arc
Hab’ das alles wirklich nicht gewollt.
Wollt’ keine Heldin sein.
Das, was ihr saht, war doch nur Show.
Ich ging mit off’nen Augen träumend in den Untergang,
war Spielzeug, Werkzeug, Waffe anderer mein Leben lang.
Sagte nichts, fragte nichts.
Ich hatte viele Träume, keiner wurde Wirklichkeit.
Von leben, lieben, lachen, Wärme und Geborgenheit.
Doch ich fand nichts davon, nicht mal mich.
Niemand kennt mich, doch jeder kennt Jeanne d’Arc.
Was ich wollte, hat man mich nie gefragt.

Ihr habt mich nur ausgenutzt.
So lang, wie ich wertvoll war,
war ich ein Star, ein Star.
Ihr habt mich mit Ruhm gelockt,
ich war doch so jung und glaubte jedes Wort.

Ich wollte kein Popstar sein, geliebt für die Show,
doch nur für kurze Zeit und das war’s.
Wann sucht ihr euch frisches Blut,
ein Opfer wie mich, das ihr vermarkten könnt.

“Bonjour wie geht’s Jeanne d’Arc?
Du bist bezaubernd heut’ Nacht.
Dein neuer Look hält die Massen im Bann,
gibt dir göttliche Macht.”

Na klar hab’ ich mitgespielt.
Ihr ließ’t mir doch keine Chance
in eurem Spiel, eurem Plan.
Denn alles war festgelegt.
Vom Anfang zum Untergang war ich verdammt.

“Bye bye, mach’s gut Jeanne d’Arc.
Die Zeit ist um, du musst geh’n.
Ein früher Tod hebt den Ruhm ungemein,
das musst du doch verstehn.”

Warum hab ich keine Wahl?
Warum wird für mich die Zukunft vorbestimmt von euch?
Warum bin ich ohne Recht?
Warum darf ich nicht mein Schicksal selber bau’n?

Ich wollte kein Popstar sein, geliebt für die Show,
doch nur für kurze Zeit und das war’s.
Jetzt sucht ihr euch frisches Blut.
Ein Opfer wie mich, das ihr vermarkten könnt,
das ihr verbrauchen könnt, das ihr verbrennen könnt!

DER ORT

Ich kann den Ort seh’n, wo niemand zahlt,
wo alles frei verteilt wird.
Ich kann den Ort seh’n, wo niemand zählt,
wie viel man gibt und nimmt.
Jeder macht mit und vertraut den andern.
Alle teilen.

Du bringst Getreide, ich bringe Milch.
Es gibt genug für alle.
Nichts wird berechnet, nichts wird geplant,
denn jeder weiß genau:
"Was kann ich tun und was fehlt?"

Eine andere Welt, Selber gewählt.
Glaub’ mir, das könnte wirklich funktionier’n,
wenn wir alle es woll’n, wenn es alle tun.
Wer hält uns auf?

Du bringst Gedichte, ich bring das Brot,
denn wir sind beide hungrig.
Morgen vielleicht schon bringst du das Brot,
und ich sing dir mein Lied.
Niemand bestimmt, was du tust.

Eine einfache Welt, selber gewollt.
Jeder ist wichtig, nichts ist festgelegt.
Jeder tut, was er kann, strengt sich gerne an.
Für sich, für uns.

Eine freundliche Welt, selber gebaut,
ohne dass überall ein Zähler steht,
wo der Reichtum sich nicht von der Armut nährt.
Die Welt, die gibt und liebt.

QUARTETT + EINS

Machtmenschen
Diese Welt, sie ist genial, sie folgt leichten Regeln.
Geld ist Macht und Macht ist Geld, alles hat ‘nen Preis.
Wenn man’s braucht, dann kauft man sich einen Präsidenten.
Glaubt ihr’s nicht, dann schaut euch um, das ist Beweis!
Wir verdienen d’ran, profitier’n davon, doch wir woll’n immer mehr.

Jedes Ding und jeder Mensch ist im Grunde käuflich.
Leider ist die Welt erschöpft, der Profit lässt nach.
Dazu, das Patentrezept heißt Globalisierung.
Stark bleibt stark und wird global, doch schwach bleibt schwach.
Wir verdienen d’ran, profitier’n davon, doch wir woll’n immer mehr.

Angepasste
Was hier faul ist, merke ich, denn ich bin doch nicht dumm.
Doch bis jetzt geht’s mir noch gut, was soll ich mich beschweren?
Es ist mehr als nichts, bin Realist, ess’ lieber Gift als nichts.
Medizin dazu hilft mir im Nu, ich kann mich arrangieren.

Angepasste 1
Wir sind besser d’ran als andere,
das ist mir völlig klar.
Uns’re Nachbarn,
dort im Rückkehrheim,
sind dreckig laut und störend.

Angepasste 2
Besser d’ran als andere,
das ist mir völlig klar.
Nachbarn,
dort im Rückkehrheim,
sind dreckig laut und störend.

Angepasste
Wir haben viel, viel zuviel zu verlieren.
Wer garantiert, dass es nützt, sich zu wehr’n.

Veränderer
Seht, wir leben noch.
In unser’m Herz brennt noch ein helles Licht.
Hört, wir fragen noch.
Wir haben Mut zu sagen, was wir woll’n.
Spürt die Kraft in uns.
Wir sind bereit!
Veränderung muss sein!

Veränderer 1
Seht, die Welt ist krank.
Werft alles weg, was ihren Leib zerfrisst.
Hört den stillen Schrei.
Sie ruft nach euch, macht eure Herzen auf.
Spürt die Kraft in Euch.
Seid ihr bereit?
Veränderung muss sein!

Veränderer 2
Hört den Schrei,
hört den Schrei.
Heilt die Welt,
heilt die Welt.
Spürt die Kraft in
Euch und
heilt die Welt.

Protestler
Wir sind skandalisiert, wir sind ambitioniert
unser Unmut ist echt engagiert.
In den Straßen der Welt haben wir protestiert,
doch man hat uns total ignoriert.
Ja, wir lieben Protest, das gibt immer ein Fest
wenn die Kerzen uns illuminier’n.
Manchmal gibt es Krawall, fliegen Steine herum,
wovon wir uns ganz klar distanzier’n.
Doch je größer der Krach, um so mehr CNN.
Wir sind marketingorientiert.

Machtmenschen
Diese Welt,
sie ist genial,
sie folgt leichten Regeln.
Geld ist Macht
und Macht ist Geld,
alles hat ‘nen Preis.

Wenn man’s braucht,
kauft man sich
einen Präsidenten.
Glaubt ihr’s nicht,
dann schaut euch um,
das ist Beweis!
Wir verdienen d’ran,
profitier’n davon,
doch wir woll’n immer mehr.

Machtmenschen
Mehr verdienen.
Mehr Gewinne.
Mehr Erfolge.
Viel mehr Geld.

Protestler
Wir sind reichlich frustriert,
denn es ändert sich nichts,
aber mehr können wir doch nicht tun.
Bilden Ketten im Land,
sprühen Text an die Wand,
die Probleme sind leider immun.

Wir sind machtlos und klein,
uns’re Herzen sind rein
und wir singen noch: Give peace a chance.
Uns’re Fackeln sind hell
und erleuchten die Stadt,
photogen mit romantischem Glanz.
und am Ende vom Lied
geh’n wir fein brav nach Haus,
tief berührt von der guten Bilanz.

Veränderer
Es ist Zeit für Neubeginn,
höchste Zeit für Neubeginn,
höchste Zeit,
höchste Zeit für einen Neubeginn.

Machtmenschen
Jedes Ding und
jeder Mensch
ist im Grunde käuflich.
Leider ist
die Welt erschöpft,
der Profit lässt nach.

Dazu das Patentrezept
heißt Globalisierung.
Stark bleibt stark
und wird global,
doch schwach
bleibt schwach.

Wir verdienen d’ran,
profitier’n davon,
doch wir woll’n
immer mehr.

Machtmenschen
Mehr
verdienen.
Mehr
Gewinne.
Mehr
Erfolge.
Viel mehr Geld.

Angepasste
Wir haben viel,
viel zuviel
zu verlieren.
Wer garantiert,
dass es nützt,
sich zu wehr’n.

Wir haben viel,
viel zuviel
zu verlieren.
Wer garantiert,
dass es nützt,
sich zu wehr’n.

Träumen
soll nicht
sehr gesund
sein.

Angepasste
Uns geht’s gut,
warum soll’n wir
uns wehr’n?
Kein Problem,
was soll’n wir uns
beschwer’n?
Lasst uns doch in Ruh’ damit.

Protestler
Wir sind reichlich frustriert
denn es ändert sich nichts,
aber mehr können wir doch nicht tun.
Bilden Ketten im Land,
sprühen Text an die Wand,
die Probleme sind leider immun.

Wir sind machtlos und klein,
uns’re Herzen sind rein
und wir singen noch: Give peace a chance.
Uns’re Fackeln sind hell
und erleuchten die Stadt,
photogen mit romantischem Glanz.

Und am Ende vom Lied
geh’n wir fein brav nach Haus,
tief berührt von der guten
Bilanz.

Veränderer
Es ist Zeit
für Neubeginn,
höchste Zeit
für Neubeginn,
höchste Zeit,
höchste Zeit
für einen Neubeginn.

Machtmenschen
Mehr

verdienen.

Mehr

Gewinne.

Mehr

Erfolge.

Viel

mehr

Geld.

Angepasste
Uns
geht’s gut,
warum
soll’n wir
uns
wehr’n?
Kein
Problem,
was soll’n
wir uns
beschwer’n?
Lasst
uns doch
in Ruh’
damit

Veränderer
Es ist Zeit
für
Neubeginn,
höchste
Zeit
für
Neubeginn,
höchste
Zeit,
höchste
Zeit
für
einen

Neubeginn.

Protestler
Protestier’n,
das ist gut.
Protestier’n,
das macht Spaß.
Ganz empört,
echauffiert,
protestier’n,
das ist gut.
Jeden Tag
protestier’n,
Protestier’n
ist unser’
liebster
Zeitvertreib.

Der Utopist
Verrückt, ja! Das bin ich, nach Leben, nach Passion,
nach Leben, nach Bewegung, nach Veränd’rung und nach Kraft.

Wollt mich halten? So versucht’s doch.
Ich werd’ stets stärker sein als die Mauern, die ihr mir baut,
als die Angst in euch, denn ich spiele nicht das Spiel mehr,
das ich einst mit euch erfand.
Ihr, ihr seid nicht nur ihr. Nein, ihr seid auch ich.

Auch wenn ich manchmal außer Atem bin, wenn ich stolpere, umfalle,
wenn ich halten muss, weil ich nicht mehr weiß.
Dann stehe ich wieder auf, ich schaue, ich suche,
und ich kann erneut jederzeit erkennen, was lebendig ist und was zerstört,
was sorglos ist und was Angst hat, was offen ist, was sich versteckt,
was stolz ist und was feige ist, was gut ist und was Verrat ist,
was aufbaut und was tot ist, was aufbaut und was tot ist.

Und ich wasche meine Augen auch mit dreckigem Wasser,
um besser zu verstehen, um besser zu verstehen.
Ich höre nie auf Fragen wieder zu stellen
und Antwort zu finden oder zu erfinden, wenn es sein muss.
Und egal, wenn es euch schubst, und egal, wenn es schockiert.
Die Moral ist getötet worden, also warum klagen?
Und ich werde nie aufhören es zu sagen:
Ich spiele das Spiel nicht mehr, ich spiele das Spiel nicht mehr.

La la la …

Ich spiele das Spiel nicht mehr, nein, ich spiele das Spiel nicht mehr.

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PLAYLIST

  • Fali
  • Die gute Macht
  • Ich wollte kein Popstar sein
  • Wir fangen an
  • Menschenglück
  • Der Zähler
  • Der Ort
  • Gute Geschäfte
  • Ruhe
  • Effizienz
  • Ich heisse Mensch
  • Antwort, kein Antwort
  • Cantico Novo
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